IWF-Chefin Lagarde: Wachstumssichten zunehmend schlechter

IWF-Chefin Lagarde: Wachstumssichten zunehmend schlechter

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IWF-Chefin Christine Lagarde in Washington: Auch 2015 sei lediglich eine mäßige Erholung zu erwarten.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds sieht der weltwirtschaftlichen Entwicklung mit Skepsis entgegen: Die Erholung verlaufe Die Erholung verlaufe "enttäuschend", sagte Christine Lagarde vor der IWF-Herbsttagung.

IWF-Chefin Christine Lagarde hat im Vorfeld der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein trübes Bild der weltwirtschaftlichen Entwicklung gezeichnet. Die Erholung verlaufe "enttäuschend" und die Wachstumsaussichten seien schlechter als noch vor einem halben Jahr angenommen, sagte Lagarde am Donnerstag in einer Rede in der Georgetown Universität in Washington. Auch 2015 sei lediglich eine mäßige Erholung zu erwarten. Der Aufschwung sei "zerbrechlich, ungleichmäßig und mit vielen Risiken belastet". Schwäche präge das Bild der Weltwirtschaft - auch weil zahlreiche Länder noch immer an den Folgen der Finanzkrise vor sechs Jahren zu leiden hätten.

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Als Schwachstelle nannte Lagarde auch die "asynchrone" Geldpolitik in den Industrieländern auf ihrem Weg zurück in die Normalität nach einer hochexpansiven Phase. Risiken dabei seien die Auswirkungen auf andere Länder rund um den Erdball und auf die Zinsen und Wechselkurse. Europa drohe unter Druck zu kommen, weil die niedrigen Erwartungen für das künftige Wachstum schon die heutigen Investitionen und Konsumausgaben bremsen könnten. Auch der Finanzsektor bereite Sorgen, weil Exzesse drohten und Geschäfte zunehmend in den bislang weniger regulierten Schattenbanken-Bereich abwanderten.

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Notwendig sei daher, neue Dynamik in die Weltwirtschaft zu bringen - und zwar sowohl auf der Nachfrage- wie auch auf der Angebotsseite. So müsse die Finanzpolitik das Wachstum und die Schaffung neuer Stellen unterstützen. Notfalls müsse auch das Tempo der Haushaltskonsolidierung gedrosselt werden, um ein höheres Wachstum zu ermöglichen. Ganz besonders wichtig seien momentan vor allem mehr öffentliche Investitionen in die Infrastruktur. Gleichzeitig seien aber auch Strukturreformen nötig.

Bei der IWF-Herbsttagung kommende Woche in Washington steht die weltwirtschaftliche Entwicklung im Vordergrund. Zu den Konferenz legt der IWF auch neue Wachstumsprognosen vor.

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