IWF: Griechenland braucht mehr Wachstum und weniger Sparprogramme

IWF: Griechenland braucht mehr Wachstum und weniger Sparprogramme

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IWF: Griechenland braucht mehr Wachstum und weniger Sparprogramme

Der IWF verlangt von Griechenland keine schärfere Sparpolitik. Die Diskrepanz ist derzeit Hauptstreitpunkt zwischen den EU-Institutionen und dem Währungsfonds in Washington.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich gegen weitere Sparprogramme in Griechenland ausgesprochen. Er plädiert stattdessen für die Schaffung eines modernen Sozialsystems, das finanziert wird durch eine Neugestaltung des Steuersystems und Rentensystems. Der Chef der Europa-Abteilung des IWF, Poul Thomsen, und Chefvolkswirt Maury Obstfeld haben in einem jetzt veröffentlichten Artikel außerdem den von der Eurozone geforderten Primärüberschuss in Griechenland von 3,5 Prozent im Jahr 2018 als falsch bezeichnet und erklärt, 1,5 Prozent wären ausreichend. Andernfalls würde die aufkeimende Erholung der Wirtschaft wieder abgebremst.

Einige Staaten wie Deutschland fordern die 3,5 Prozent Primärüberschuss nicht nur für den Haushalt 2018, sondern auch für die folgenden zehn Jahre. Dies sei aber kontraproduktiv, erklärt der IWF. Griechenland könnte mit einem Riesenaufwand und Ausgabenkürzungen diese 3,5 Prozent erreichen. Die Erfahrungen hätten aber gezeigt, dass dies nicht nachhaltig wäre und den ehrgeizigen langfristigen Wachstumszielen zuwiderlaufen würde.

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Der IWF teilt auch nicht die Position Deutschlands, dass ein Schuldenerlass für Griechenland bei der Umsetzung der vereinbarten Strukturreformen unnötig sei. "Griechenlands Verschuldung ist in hohem Maße untragbar und kein noch so großes Paket von Strukturreformen könne die Schuldenlast tragbar machen ohne einen signifikanten Schuldenerlass", erklärte der IWF.

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