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IWF-Tagung: Lagarde: Griechen brauchen zwei Jahre mehr

IWF-Chefin Christine Lagarde drängt Europas Politiker, energischer gegen die Schuldenkrise vorzugehen. Zugleich spricht sie sich dafür aus, Griechenland den Zeitdruck beim Schuldenabbau zu nehmen.

Geuro

Es war eine Idee des früheren Deutsche-Bank-Chefvolkswirts Thomas Mayer: Griechenland führt eine Parallelwährung ein, den Geuro, der neben dem Euro im Land zirkuliert. Unternehmen könnten dann ihre Beschäftigten mit dem Geuro bezahlen, diese sich  dafür Lebensmittel und andere Verbrauchsgüter kaufen. Da sich die neue Parallelwährung gegenüber dem Euro schnell abwerten würde, wären griechische Produkte und Dienstleistungen – hier vor allem der Tourismus – schnell wieder wettbewerbsfähig. Nach außen hin könnte das Land weiter in Euro rechnen. Es blieb eine Idee.

Bild: dapd

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, fordert mehr Geduld für Griechenland im Kampf gegen die Schuldenkrise. „Es wären zwei weitere Jahre notwendig, damit das Land tatsächlich die Haushaltskonsolidierung bewältigen kann, die angedacht ist“, sagte Lagarde am Donnerstag im Vorfeld der Jahrestagung des IWF und der Weltbank an diesem Wochenende in Tokio.

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Auch für andere Krisenländer wie etwa Portugal und Spanien gelte, dass es manchmal besser sei, mehr Zeit zu erhalten.

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Zugleich rief sie die Politiker in Europa und anderen große Volkswirtschaften wie die USA und Japan auf, energischer gegen ihre Probleme vorzugehen. Rund um den Globus hindere eine Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung die Entscheider daran, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Gefragt seien jetzt „mutige und kooperative Handlungen“.

Der IWF hatte in dem jüngsten Wirtschaftsausblick seine globale Wachstumprognose wegen der „allgemeinen Unsicherheit“ nach unten korrigiert, besonders deutlich auch für Europa und Deutschland.

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Lagarde versicherte, dass der Währungsfonds weiter mit Nachdruck an der Rettung Griechenlands arbeite. Die in das Land entsandten IWF-Mitarbeiter versuchten unermüdlich, die Differenzen zwischen den internationalen Geldgebern und dem krisengeschüttelten Euroland aufzulösen. Diskussionspunkte seien unter anderem das Tempo beim Defizitabbau und bei den Strukturreformen.

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Der IWF wolle dem Land helfen, auf die Beine zu kommen, meinte die Französin. Das Thema dürfte bei dem Finanzministertreffen der führenden Industrieländer (G7) eine Rolle spielen, die sich am Rande der Tagung treffen.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 11.10.2012, 11:02 UhrNichtDumm

    Diese französische Schlanmgpe sollte eigentlich die Griechen auffordern, endlich zu beginnen ihre Sparmaßnahmen einzuleiten, als zu verlangen, dass Deutschland den Griechen wieder zwei weitere Jahre den bisherigen Zustand in ihrem Land aufrecht erhält.

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