IWF-Tagung: Lagarde: Griechen brauchen zwei Jahre mehr

IWF-Tagung: Lagarde: Griechen brauchen zwei Jahre mehr

IWF-Chefin Christine Lagarde drängt Europas Politiker, energischer gegen die Schuldenkrise vorzugehen. Zugleich spricht sie sich dafür aus, Griechenland den Zeitdruck beim Schuldenabbau zu nehmen.

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, fordert mehr Geduld für Griechenland im Kampf gegen die Schuldenkrise. „Es wären zwei weitere Jahre notwendig, damit das Land tatsächlich die Haushaltskonsolidierung bewältigen kann, die angedacht ist“, sagte Lagarde am Donnerstag im Vorfeld der Jahrestagung des IWF und der Weltbank an diesem Wochenende in Tokio.

Auch für andere Krisenländer wie etwa Portugal und Spanien gelte, dass es manchmal besser sei, mehr Zeit zu erhalten.

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Bettina Röhl direkt Warum sich Griechenland nicht kaputtspart

Der gerade in Kraft getretene ESM-Vertrag ist ebenso wie die Ankäufe von dubiosen Staatsanleihen durch die EZB ein untaugliches Instrument den Süden wirtschaftlich wieder auf die Füße zu stellen.

huGO-BildID: 27978120 ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein Rotstift vor dem Text «sparen», aufgenommen. Die baden-württembergischen Landtagsfraktionen von Grünen, CDU und FDP stellen am Donnerstag 13.09.2012 in Stuttgart ihre Ziele für die kommenden Monate vor. Topthema wird der Sparzwang im kommenden Doppelhaushalt sein. Darin sollen insgesamt 800 Millionen Euro gestrichen werden. Foto: Armin Weigel dpa/lsw (Zu lsw: «Fraktionen beenden Klausuren und veröffentlichen Ergebnisse» vom 13.09.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Zugleich rief sie die Politiker in Europa und anderen große Volkswirtschaften wie die USA und Japan auf, energischer gegen ihre Probleme vorzugehen. Rund um den Globus hindere eine Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung die Entscheider daran, zu investieren und Arbeitsplätze zu schaffen. Gefragt seien jetzt „mutige und kooperative Handlungen“.

Der IWF hatte in dem jüngsten Wirtschaftsausblick seine globale Wachstumprognose wegen der „allgemeinen Unsicherheit“ nach unten korrigiert, besonders deutlich auch für Europa und Deutschland.

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Lagarde versicherte, dass der Währungsfonds weiter mit Nachdruck an der Rettung Griechenlands arbeite. Die in das Land entsandten IWF-Mitarbeiter versuchten unermüdlich, die Differenzen zwischen den internationalen Geldgebern und dem krisengeschüttelten Euroland aufzulösen. Diskussionspunkte seien unter anderem das Tempo beim Defizitabbau und bei den Strukturreformen.

Griechenland Merkels kalkulierte Umarmung

Die Kanzlerin reist nach Athen und betont vor allem die Solidarität mit dem verschuldeten Staat. Gleichzeitig ist ihre Reise ein Zeichen: Sie hat alles gemacht, was in ihrer Macht steht.

tBundeskanzlerin Merkel im Handschlag mit den Spitzen des griechischen Staates: der griechische Präsident Karolos Papoulias (Mitte) und der Premierminister Minister Antonis Samaras im Athener Präsidentenpalast. Quelle: dpa

Der IWF wolle dem Land helfen, auf die Beine zu kommen, meinte die Französin. Das Thema dürfte bei dem Finanzministertreffen der führenden Industrieländer (G7) eine Rolle spielen, die sich am Rande der Tagung treffen.

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