Kampf gegen das Rauchen: Schockbilder auf Zigarettenpackungen werden EU-weit eingeführt

Kampf gegen das Rauchen: Schockbilder auf Zigarettenpackungen werden EU-weit eingeführt

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Mit abschreckenden Bildern sollen vor allem junge Leute vom Rauchen abgehalten werden.

Mit Schockbildern und Warnhinweisen soll verstärkt vom Rauchen abgehalten werden. Das beschloss das EU-Parlament mit großer Mehrheit. Was das bedeutet und welche Regelungen es in anderen Ländern gibt.

Wer in Zukunft zur Zigarette greift, wird schon auf der Packung mit den Folgen konfrontiert. „Rauchen ist tödlich“ lauten unübersehbare Warnhinweise und Schockbilder, etwa von einem verfaulten Fuß oder einer schwarzen Raucherlunge, sollen Raucher zusätzlich abschrecken. Das beschloss das EU-Parlament mit großer Mehrheit. Die Warnhinweise auf den Verpackungen sollen zudem deutlich größer werden: Künftig sollen sie 65 Prozent der Vorder- und Rückseiten von Zigarettenschachteln einnehmen. Aktuell bedecken Warnhinweise nur 30 Prozent der Packungs-Vorderseite und 40 Prozent der Rückseite.

Geplant ist auch ein Verbot von Menthol-Zigaretten, allerdings erst ab 2020.

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In den USA gibt es bereits seit rund 25 Jahren Textwarnungen auf Zigarettenpackungen. Der geplante Aufdruck von Schockbildern wurde 2012 nach einer Klage von Tabakkonzernen von einem Bundesgericht gestoppt. Entwürfe dafür zeigten unter anderem Menschen mit Atemmasken oder Löchern im Kehlkopf, aus denen Rauch quillt.

In Australien müssen Zigaretten seit Oktober 2012 in einheitlichen Schachteln mit großflächigen Schockbildern verkauft werden. Die Zahl der Anrufe bei einer Hotline zur Rauchentwöhnung habe seitdem um 78 Prozent zugenommen, berichtete vor wenigen Tagen die Fachzeitschrift „Medical Journal of Australia“.

Kanada zwang im Jahr 2000 große Hersteller dazu, Bilder und Texte mit Warnhinweisen auf die Packungen zu drucken. Die Fotos von leeren Kinderbetten oder Raucher-Porträts sind sehr eindringlich, vermeiden aber Schockdarstellungen.

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Brasilien setzt seit 2002 dagegen auf besonders drastische Abschreckung - auf 50 Prozent der Packung. Das Spektrum reicht von Bildern abgestorbener Zehen bis hin zu Fotos von Fehlgeburten in Zigarettenasche.
Um in Norwegen Tabak oder Zigaretten kaufen zu dürfen, muss man älter als 18 Jahre sein. Tabakwaren dürfen zudem nicht deutlich sichtbar in Geschäften angeboten werden. Kioske, Supermärkte und andere Verkaufsstellen dürfen Glimmstängel nur noch „unter dem Ladentisch“ lagern und von dort auf Anforderung verkaufen.

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