Karl de Gucht: Protektionismus: EU droht China

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EU-Handelskommissar Karel de Gucht

von Silke Wettach

Die EU ist fest entschlossen, sich gegen chinesische Handelsbarrieren zu wehren. „China kann kein großer Spieler in der Weltwirtschaft sein und sich gleichzeitig auf Kosten anderer entwickeln“, sagte Handelskommissar Karel De Gucht der WirtschaftsWoche.

Die EU weiß, dass sie den chinesischen Protektionismus etwa bei seltenen Erden, nur gemeinsam mit Verbündeten bekämpfen kann: „Nur wenn sich ein großer Teil der Welt wehrt, können wir etwas erreichen.“
China hat es mit seinem Preisdumping bei seltenen Erden geschafft, andere Anbieter etwa in den USA aus dem Markt zu drängen, um nun einen Marktanteil von 90 Prozent zu halten. Die EU hat jüngst gemeinsam mit den USA und Japan vor der WTO gegen die chinesische Politik bei seltenen Erden geklagt.

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De Gucht sieht in den Schwellenländern einen bedenklichen Trend zum Protektionismus. „Der Protektionismus hat in Schwellenländern System, er ist Teil einer bewussten Politik. Es geht nicht mehr nur um Zölle, sondern um komplexere Abwehrmechanismen wie den erzwungenen Transfer von geistigem Eigentum.“

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