Keine Verbindung zu Belgien: Vier Terrorverdächtige in Athen gefasst

Keine Verbindung zu Belgien: Vier Terrorverdächtige in Athen gefasst

Die Polizei in Athen meldet die Festnahme von vier Terrorverdächtigen - eine mögliche Verbindung zu in Belgien gesuchten Dschihadisten? Die belgischen Behörden wiegeln ab. Es bestehe kein Zusammenhang.

In Griechenland sind nach Angaben aus Polizeikreisen vier mutmaßliche Terroristen festgenommen worden. Die Hinweise auf Verbindungen zu einer Dschihadistenzelle in Belgien hätten sich aber nicht bestätigt, teilten die Behörden in Brüssel mit. Aus Athen hieß es, die Ermittlungen gingen weiter. „Wir stehen mit den Belgiern in Kontakt“, sagte ein Beamter.

Die vier Terrorverdächtigen waren an verschiedenen Orten Athens gefasst worden. Zunächst meldete die Polizei, die Beschreibung eines der Festgenommenen passe auf den in Belgien gesuchten Dschihadist Abdelhamid Abaaoud. Dieser soll der Kopf der Terrorzelle sein, die die belgische Polizei am Donnerstag gesprengt hatte. Bei dem Einsatz in Verviers wurden zwei Verdächtige getötet und ein dritter festgenommen. Dies hat nach offiziellen Angaben unmittelbar bevorstehende Terroranschläge vereitelt.

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Angst vor Terrorakt Soldaten patrouillieren in Belgiens Großstädten

Belgien geht auf Nummer sicher: Nach der missglückten Razzia gegen Terroristen im ostbelgischen Verviers sind die belgischen Sicherheitsbehörden alarmiert. Am Samstag patrouillierten Soldaten in belgischen Städten.

In Verviers in Belgien nahe der deutschen Grenze gab es einen Anti-Terror-Einsatz. Quelle: dpa

Die griechische Polizei übermittelte Fotos, Fingerabdrücke und DNA nach Belgien und wartete auf eine Bestätigung. Belgische Medien hatten zuvor berichtet, dass ein Belgier mit marokkanischen Wurzeln, der in Syrien an der Seite der Terrormiliz Islamischer Staat gekämpft habe, sich in Griechenland aufhalte.

Doch nach vorläufiger Prüfung der Information aus Athen sei keine Verbindung zu den Gesuchten festgestellt worden, sagte der Justizbeamte Eric van der Sypt in Brüssel. Die Festnahmen hätten „nichts mit dem belgischen Fall zu tun.“

Islamistischer Terror Anschläge auf Hauptbahnhöfe in Berlin und Dresden wahrscheinlich

Laut Medienberichten befürchten Sicherheitsbehörden islamistische Anschläge auf die Hauptbahnhöfe in Berlin und Dresden. Auch die wöchentlichen Pegida-Demonstrationen gelten als gefährdet.

Hauptbahnhof in Berlin Quelle: dpa

Aus Sorge vor Anschlägen verstärken in Belgien nun erstmals seit 30 Jahren Soldaten die Polizei. Verteidigungsminister Steven Vandeput sagte am Samstag dem Sender VRT, die Truppen könnten zum Schutz vor Attacken vor bestimmten Botschaftsgebäuden oder Häusern im jüdischen Viertel Antwerpens postiert werden.

Seit dem tödlichen Anschlag auf die Satirezeitung „Charlie Hebdo“ in Paris sind die Sicherheitsbehörden in ganz Europa alarmiert. Bei Polizeiaktionen wurden am Freitag in Deutschland, Frankreich, Belgien und Irland mindestens 30 Verdächtige festgenommen.

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