Konjunkturausblick: Die Krise ist noch längst nicht vorbei

Konjunkturausblick: Die Krise ist noch längst nicht vorbei

IWF-Chefin Christine Lagarde und das Weltwirtschaftsforum sind sich einig: Die Krise ist noch nicht überstanden – es lauern zahlreiche Gefahren für die Volkswirtschaften.

Südeuropa atmet auf: Spanien ist nach über zwei Jahren aus der Rezession gekommen, Italien erwartet eine anziehende Konjunktur und auch Griechenland will in diesem Jahr wieder wachsen. Sie alle bauen auf eine Weltwirtschaft, die wieder anzieht. Kommt die Freude zu früh?

Christine Lagarde, geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), warnte am Mittwochabend: „Die Richtung ist insgesamt positiv, aber das globale Wachstum ist zu gering, zu zerbrechlich und zu ungleichmäßig.“ Die Erholung sei „kraftlos“.

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Wirtschaftswachstum Spaniens triste Erholung

Spanien hat nach zwei Jahren endlich die Rezession überwunden. Zudem braucht das Land keine Hilfsmilliarden mehr aus dem Rettungsschirm. Ist damit alles gut in Spanien? Weit gefehlt.

Spaniens Wirtschaft wächst wieder. Doch der Aufschwung ist längst noch nicht bei den Bürgern und im Stadtbild angekommen. Quelle: AP

Zwar sollte sich der Schwung, der in der zweiten Jahreshälfte 2013 zu beobachten war, in 2014 verstärken. Dahinter stehe nicht zuletzt Wachstum in den Industriestaaten. Dennoch: das globale Wirtschaftswachstum liege unter seinem Potenzial von rund vier Prozent. „Die Welt könnte mehr Arbeitsplätze schaffen, bevor wir uns um die Inflation Sorgen machen müssen“, sagte sie am späten Mittwoch bei einer Rede in Washington. „Während die Inflation unter der Zielmarke vieler Zentralbanken liegt, beobachten wir zunehmende Risiken einer Deflation, die sich für die Erholung als desaströs erweisen könnte.“

Sie riet den Zentralbanken in den Industrienationen, mit der Reduzierung unkonventioneller Geldpolitik zu warten, bis sich das Wachstum verfestigt hat. In den USA ist es Lagarde zufolge von entscheidender Bedeutung, einen verfrühten Rückbau von geldpolitischer Unterstützung zu vermeiden und zu einem geordneten Haushalts- Prozess zurückzukehren – inklusive der schnellen Beseitigung der Schuldenobergrenze-Gefahr.

Auch die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) können, so die Französin, noch mehr leisten – etwa über mehr gezielte Kreditvergaben.

Die Finanzkrise ist noch nicht überwunden und könne erneut zuschlagen – zu diesem Ergebnis kommen auch führende Wirtschaftsexperten in einer Studie des Weltwirtschaftsforums.

„Entwickelte Volkswirtschaften sind weiterhin von der Finanzkrise bedroht“, heißt es in der Studie. Sie beruht auf der jährlichen Befragung von mehr als 700 Managern und Wirtschaftswissenschaftlern zahlreicher Länder.

  

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