Krise: Spaniens Schulden steigen auf Rekordhoch

Krise: Spaniens Schulden steigen auf Rekordhoch

Wirtschaftliche Stabilisierung in Spanien - Fehlanzeige. Die Staatsschulden befinden sich auf neuem Rekordwert und entsprechen nun 89,6 Prozent des BIP. Schuld sind laut Ministerium die Staatsanleihen von Mai.

Die Staatsschulden sind in Spanien auf einen neuen Rekordwert gestiegen. Wie die Madrider Zentralbank am Mittwoch mitteilte, erhöhten sich die Verbindlichkeiten des Euro-Krisenlandes im Mai im Vergleich zum Vormonat um 23,3 Milliarden auf 937,3 Milliarden Euro. Dies entspricht 89,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Erlaubt sind nach den Maastrichter EU-Spielregeln maximal 60 Prozent.

Erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes überstiegen die Staatsschulden den Wert von 20.000 Euro pro Einwohner. Die konservative Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy war 2011 angetreten mit dem Versprechen, die Staatsverschuldung zu reduzieren. Das Wirtschaftsministerium führte den Anstieg des Schuldenbergs darauf zurück, dass Spanien im Mai viele Staatsanleihen ausgegeben habe.

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In den ersten fünf Monaten des Jahres habe der Staat sich auf den Finanzmärkten bereits 50,6 Prozent der Gelder besorgt, die für das gesamte Jahr benötigt würden, verlautete aus dem Ministerium.
In den kommenden Monaten werde sich der Anstieg verlangsamen. Für das Ende des Jahres werde eine Staatsverschuldung von 91,4 Prozent des BIP erwartet. Dies entspreche den Zielen, die die Regierung sich in ihrem Programm zur wirtschaftlichen Stabilisierung gesetzt habe.

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