Linksbündnis Syriza: EU-Innenkommissar Avramopoulos will als Präsident nach Athen wechseln

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Dimitris Avramopoulos ist nach einem Bericht der WirtschaftsWoche Favorit für den vakanten Präsidentenposten in Griechenland.

von Silke Wettach

Wenn in Griechenland das Linksbündnis Syriza die Wahl gewinnt, dreht sich in Brüssel vermutlich das Postenkarussell. Den griechischen EU-Innenkommissar Avramopoulos zieht es nämlich nach Athen.

Der erwartete Wahlsieg des Linksbündnisses Syriza in Griechenland könnte eine Neubesetzung auf dem Posten des EU-Innenkommissars in Brüssel erfordern. Der bisherige Amtsinhaber Dimitris Avramopoulos ist nach einem Bericht der WirtschaftsWoche Favorit für den vakanten Präsidentenposten in Griechenland.

Griechenlands Schwächen

  • Schlechtes Image

    Griechenlands Ruf hat in der Euro-Krise arg gelitten. Nur zwei der 60 getesteten Staaten haben ein schlechteres Image als der Pleitestaat. Die Folge: Investoren meiden das Land, die Kreditwürdigkeit ist mies.

  • Unfähige Regierung

    Nur 5,7 Prozent der gefragten Experten bescheinigten Griechenland, eine kompetente Regierung zu haben. In der Tat hat es Athen nicht geschafft, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen (Rang 60), für Wachstum zu sorgen (Rang 60) und die öffentlichen Finanzen auf Vordermann zu bringen.

  • Wenig Förderung

    Auch bei der Bildung und Weiterbildung der Bürger hat Griechenland großen Nachholbedarf. Fortbildung von Angestellten gibt es quasi nicht (Platz 58), auch die Qualität der Universitäten ist schlecht (Rang 51). Demzufolge gibt es auch wenige Forscher und Wissenschaftler (Rang 49). Besser schneidet der Krisenstaat bei der Frühförderung ab: Es gibt eine Vielzahl von Lehrern, die Klassen sind sehr klein (Rang 2).

Der Konservative profilierte sich bei der linken Syriza, als er entgegen der Linie seiner Partei Nea Dimokratia auf Flexibilität bei der Anwendung des EU-Stabilitätspakts pochte. Syriza-Chef Tsipras würde mit der Nominierung eines Konservativen für das Präsidentenamt ein Signal der Versöhnung setzen. Er hat mehrfach betont, dass er eine Regierung für alle Griechen bilden will. Die Personalie hätte zusätzlich den Vorteil, dass er einen Parteifreund als Kommissar nach Brüssel entsenden könnte.

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