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Madrid: Zweite Rezession in drei Jahren

Madrid: Verletzte und Festnahmen bei Protest gegen Sparmaßnahmen

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Zweite Rezession in drei Jahren

Spanien hat wie die anderen südeuropäischen Euro-Länder von den niedrigen Zinsen in der Währungsunion profitiert und einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt. Ähnlich wie in Irland bildete sich eine Immobilienblase, die mit einem lauten Knall platzte: Der Bausektor fiel in sich zusammen, die Arbeitslosigkeit stieg rasant.

Bild: REUTERS

Spanien kämpft derzeit gegen die zweite Rezession in drei Jahren und eine Arbeitslosenquote von knapp 25 Prozent. Die Regierung in Madrid hat eine Reihe von Sparmaßnahmen und wirtschaftliche Reformen eingeführt, um das Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 6,3 Prozent und 2013 auf 4,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu drücken.

Im August habe das Defizit bei 50,1 Milliarden Euro oder 4,77 Prozent des BIP gelegen, teilte die Regierung am Dienstag mit. Das Defizit sei "unter Kontrolle", sagte Haushaltsstaatssekretärin Marta Fernández Curras. Es wird erwartet, dass die Regierung bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs für 2013 am Donnerstag weitere Reformen ankündigt.

Renditen auf spanische Anleihen gestiegen

Die Regierung der autonomen spanischen Region Katalonien kündigte unterdessen für den 25. November Neuwahlen an. Die Abstimmung, in der es auch um Unabhängigkeit vom Rest des Landes geht, wurde von Regionalpräsident Artur Mas damit um zwei Jahre vorgezogen. Madrid hatte es vergangene Woche abgelehnt, Katalonien besondere Befugnisse mit Blick auf die Finanzen zu erteilen.

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Kurz zuvor hatte Mas eine Großkundgebung in Barcelona angeführt, die als Warnung der Befürworter einer Unabhängigkeit an die Zentralregierung gesehen wurde. Die nordöstliche Region zählt zu den wirtschaftlich stärksten Spaniens, hat aber auch einen der größten Schuldenberge. Katalonien hat 5,02 Milliarden Euro aus einem Fonds der Zentralregierung beantragt.

Die Sorge über die Finanzlage in Spanien machte sich am Dienstag auch durch ein Ansteigen der Renditen auf spanische Staatsanleihen bemerkbar. Bei einer Auktion lag der durchschnittliche Zinssatz für Papiere mit einer Laufzeit von drei Monaten bei 1,2 Prozent. Bei einer ähnlichen Auktion im August lag der Wert noch bei 0,95 Prozent.

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Um Papiere mit einer Laufzeit von sechs Monaten am Markt zu platzieren, musste das spanische Finanzministerium 2,21 Prozent Zinsen zahlen. Im August lag der Wert bei 2,03 Prozent.

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