Mahnung für Freiheit?: Obama und Putin treffen sich zum "informellen Gespräch"

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Mahnung für Freiheit?: Obama und Putin treffen sich zum "informellen Gespräch"

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Bei den Feiern zum 70. Jahrestag der Landung der alliierten Streitkräfte an der nordfranzösischen Küste im Zweiten Weltkrieg empfängt Frankreichs Präsident Francois Hollande 20 ausländische Staats- und Regierungschefs. Dazu gehören außer US-Präsident Barack Obama, der britischen Königin Elizabeth II. und Merkel auch der ukrainische und der russische Präsident. Hollande hoffe, dass sich Russlands Präsident Wladimir Putin und sein neugewählter ukrainischer Kollege Petro Poroschenko zumindest die Hand schütteln würden.

Am Rande der D-Day-Feierlichkeiten in der Normandie haben Barack Obama und Wladimir Putin miteinander gesprochen. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel traf sich mit dem Kremlchef.

US-Präsident Barack Obama und Kremlchef Wladimir Putin haben sich am Rande der D-Day-Feierlichkeiten zu einem „informellen Gespräch“ getroffen. Das teilte das Weiße Haus am Freitag in Washington mit. Schon vorab hatte Obama Gesprächsbereitschaft signalisiert. „Sollten wir die Gelegenheit zum Reden haben, werde ich ihm dieselbe Botschaft wiederholen, die ich ihm während der Krise gesagt habe. Wir werden sehen, was Putin in den nächsten zwei, drei, vier Wochen macht“, sagte Obama. Bleibe Putin auf seinem Kurs, müsse er mit weiteren Strafmaßnahmen rechnen.

Zuvor war Putin erstmals mit seinem neugewählten ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko zusammengekommen. Zudem gab es am Morgen ein kurzes Gespräch Putins mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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70 Jahre nach der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg kommen die Staats- und Regierungschefs aus rund 20 Ländern zur zentralen Feier in die Normandie. Besondere Aufmerksamkeit galt dem ersten Auftritt von Putin im Kreis westlicher Politiker seit der Eskalation der Ukraine-Krise Mitte März.

Beim Treffen mit Merkel sollte nach russischen Angaben ein Plan auf dem Tisch liegen, um die schwerste Sicherheitskrise in Europa nach Ende des Kalten Krieges zu entschärfen. Auch Merkel hatte sich seit der international scharf kritisierten Annektierung der Krim durch Russland vor knapp drei Monaten nicht mehr mit Putin getroffen.

Sollte die diplomatische Initiative scheitern, drohen die führenden westlichen Industriestaaten Russland schärfere Wirtschaftssanktionen an. Das kündigten die G7-Staaten auf ihrem Gipfeltreffen am Donnerstag in Brüssel an.

Am Donnerstagabend hatte Putin bereits in Paris den britischen Premier David Cameron getroffen. Cameron übermittelte dem Kremlchef nach Angaben einer Sprecherin „einige sehr klare und sehr deutliche Botschaften“. Die beiden Politiker kamen auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle zusammen.

Die russische Agentur Interfax meldete, bei der Begrüßung hätten beide Politiker einen Handschlag vermieden. Im Anschluss wurde Putin von Frankreichs Präsident François Hollande im Élysée-Palast empfangen.

Laut einer Umfrage sind 89 Prozent der Deutschen der Meinung, dass die westlichen Staaten weiterhin im Gespräch mit Russland bleiben sollen. Nur 9 Prozent hätten die Überzeugung geäußert, dass man Russland so weit wie möglich isolieren sollte. Das ergab eine Umfrage des ARD-Deutschland Trends. US-Botschafter John B. Emerson lobte die Ukraine-Politik Merkels. „Die Bundeskanzlerin und Präsident Obama arbeiten in der Ukraine-Krise sehr gut und sehr eng zusammen - von Anfang an“, sagte Emerson der „Berliner Morgenpost“. Merkel sei in der Ukraine-Politik der wichtigste Verbündete der USA, so Emerson.

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Zum Jahrestag der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg sind etwa 1000 Veteranen in die Normandie zurückgekehrt. Die größte Landungsoperation der Geschichte markierte am 6. Juni 1944 den Anfang der Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. Merkel schrieb in einem Beitrag für die französische Zeitung „Ouest France“ anlässlich der Feiern: „Frieden und Freiheit können schnell infrage gestellt werden. Der Konflikt in der Ukraine zeigt uns das. Die Sorge ist groß zu sehen, dass neue Gräben und Trennlinien entstehen.“

Die Anwesenheit eines hochrangigen deutschen Vertreters war bei den Feierlichkeiten lange Zeit tabu, zweimal lehnte der damalige Kanzler Helmut Kohl (CDU) eine Einladung ab. Sein Nachfolger Gerhard Schröder (SPD) war 2004 beim 60. Jahrestag der Landung der erste Regierungschef, der Nachkriegsdeutschland in der Normandie vertrat. Zehn Jahre später nimmt nun Merkel teil.

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