Martin Zeil: Euro-Rettung führt ins Verderben

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Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil

von Konrad Handschuch

Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) lehnt weitere Hilfskredite für Griechenland ab und fordert eine Kehrtwende in der Euro-Rettung.

„Dieser Weg, den wir aktuell gehen, führt uns und die Griechen ins Verderben“, schreibt Zeil in einem Beitrag für die WirtschaftsWoche. „Wir müssen – nach mehr als zwei Jahren des Herumexperimentierens – zurück zu den Grundprinzipien der Eigenverantwortung und des Haftungsausschlusses“, fordert Zeil.

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Ein weiteres Hilfspaket für Griechenland würde die Insolvenz des Landes nur immer weiter verschleppen. „Das ist dann die vollendete Transferunion, die doch angeblich keiner wollte“, kritisiert der FDP-Politiker. Das werde zu dauerhaften und ansteigenden Ressentiments in Geber- und Nehmerländern führen und die soliden Ländern überfordern. „Aus guten Nachbarn machen wir Gläubiger und Schuldner. Das ist ein sicheres Konzept für einen Aufstand der Bürger in Europa und die schlechteste aller denkbaren Lösungen“, so Zeil.

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Der Staatsbankrott und auch der Austritt eines Landes aus der Währungsunion dürfe nicht länger tabuisiert werden, sondern müsse „mit dem Begleitschutz der Rettungsschirme“ auch durchgeführt werden. „Wenn wir Krisenländern diese Möglichkeit – vor allem bei einer faktischen Insolvenz – nicht einräumen, zwingen wir den Menschen Anpassungsmaßnahmen auf, die ein Land politisch und ökonomisch zerreißen. Soll der Euro in Europa eine langfristige Chance haben, dürfen wir die politisch erwünschte Größe der Währungsunion nicht länger von der ökonomisch lebensfähigen Größe trennen."

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18 Kommentare zu Martin Zeil: Euro-Rettung führt ins Verderben

  • Ein sehr guter Beitrag! Leider in der derzeitigen Parteienlandschaft eine Minderheitenmeinung und genau deshalb ist wegen des immensen Vertrauensverlustes in die sog. Volksvertreter was den Umgang mit den ihnen anvertrauten Steuer- und Sozialkassen-Geldern angeht sowie dem Umstand, daß keine einzige nennenswerte und wirklich dringend notwendige Reform wie der der Reformierung der Renten- u. Sozialsysteme auf den Weg gebracht wurde, inzwischen leider keine einzige Partei mehr wählbar. Im Gegenteil ... ich bin fassungslos über die fortschreitende und zunehmend unverfrorene "Aushebelung" des demokratischen Rechtsstaates auf vielerlei Ebenen.

    Wie schrieb Erich Fried einst so treffend ... " ... und dann will es wieder keiner gewußt haben."

    [!!]

  • Die Front der Eurogläubigen wird sich weiter zersetzen, leider zu
    spät. Die Politkaste hat versagt und kann nicht mehr zurück.
    Bestechlichkeit und das süße Leben in Vollversorgung, nach allen
    Seiten abgesichert auf Kosten des Volkes, das wird ein Ende haben und
    zwar überschaubar schnell.Die Polit- und Bankgsterkasten und die
    sog. Wirtschaftslenker, die mit der Euroeinführung das Volk betrogen und beschissen haben, wirds bald warm werden, zu warm.

  • jetzt, wo es zu spät ist reift plötzlich die Erkenntnis, dass der Weg ins Verderben führt. Der Wähler, dessen Ersparnisse und Alterversorge vernichtet wurden wird sich vermutlich erinnern, wer für die alternativlose Griechenlandrettung, den EFSF, den ESM u.s.w. war.

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