MH17-Absturz : Separatisten sollen Beweise vernichtet haben

MH17-Absturz : Separatisten sollen Beweise vernichtet haben

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Prorussische Separatisten kontrollieren den Zugang zum Unglücksort.

Die prorussischen Separatisten kontrollieren den Zugang zum Flugzeugwrack. Die ukrainische Regierung erhebt schwere Vorwürfe: Untersuchungen sollen behindert und Beweise vernichtet worden sein.

Die ukrainische Regierung hat den prorussischen Separatisten vorgeworfen, die Untersuchung des Wracks der malaysischen Passagiermaschine massiv zu behindern. Experten aus Kiew hätten sich lediglich 30 Minuten unter Aufsicht bewaffneter Aufständischer an der Absturzstelle nahe Grabowo aufhalten dürfen, sagte Vize-Regierungschef Wladimir Groisman am Samstag in Kiew.

Er forderte die militanten Gruppen auf, einer internationalen Kommission den Zugang zu dem Wrack zu ermöglichen. Auch Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beklagen, sich an der Absturzstelle nicht frei bewegen zu können.

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Dem ukrainischen Geheimdienstchef Valentin Naliwaitschenko zufolge stimmten die Aufständischen einer „Sicherheitszone“ rund um das Wrack zu. „Wir hoffen nun, dass die Terroristen verschwinden und uns das Arbeiten an der Absturzstelle ermöglichen“, sagte er im Fernsehen. Separatistenanführer Andrej Purgin wies dies zurück. Die „Volkswehr“ bleibe an dem Ort, um eine „objektive Untersuchung“ zu gewährleisten.

Zwei Tage nach der Tragödie seien bisher 186 Leichen geborgen worden, teilte der staatliche ukrainische Rettungsdienst am Samstagmorgen mit. Die Suche nach den übrigen der insgesamt 298 Opfer gestalte sich sehr schwierig, da die Wrackteile über etwa 25 Quadratkilometer verstreut seien, hieß es. Das ist etwa die Fläche der Ostfriesischen Insel Norderney.

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Etwa 170 Helfer seien im Einsatz, sagte ein Sprecher. Darunter seien auch Taucher, die einen nahen See absuchen würden. Insgesamt seien die Rettungskräfte mit 18 Fahrzeugen an der Absturzstelle.

Das ukrainische Innenministerium reservierte unterdessen in Charkow für Angehörige und Hinterbliebene der Opfer Hunderte Hotelzimmer. In der Stadt rund 300 Kilometer von der Absturzstelle entfernt stünden auch Übersetzer und Psychologen bereit. Es war zunächst unklar, ob die sterblichen Überreste nach Charkow oder Mariupol gebracht werden.

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