+++Nach den Anschlägen in Paris+++: Mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge ist tot

+++Nach den Anschlägen in Paris+++: Mutmaßlicher Drahtzieher der Anschläge ist tot

, aktualisiert 19. November 2015, 19:39 Uhr

Der mutmaßliche Drahtzieher der Pariser Terroranschläge ist nach Angaben der französischen Staatsanwaltschaft tot. Frankreich will den Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern. Die Ereignisse im Überblick.

  • Der Belgier Abdelhamid Abaaoud ist bei der Razzia am Mittwoch in St. Denis getötet worden. Er gilt als Drahtzieher der Anschläge.
  • Frankreich will den Ausnahmezustand auf drei Monate verlängern und verschärft seine Sicherheitsgesetze.
  • In Belgien wurden bei Razzien erneut Verdächtige festgenommen.

+++19.30 Uhr+++

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Bei der Fahndung nach Terroristen hat die französische Polizei am Donnerstagabend nahe der belgischen Grenze eine weitere Razzia durchgeführt. Dabei sei die Tür eines Hauses in Charleville-Mézières aufgesprengt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Nähere Einzelheiten wollte sie nicht nennen.

+++18.50 Uhr+++

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat muslimische Nationen auf der ganzen Welt zum gemeinsamen Kampf gegen Extremisten aufgerufen. Die islamische Welt habe die Verpflichtung, sich geschlossen gegen Gruppen wie die Terrormiliz Islamischer Staat, Al-Kaida und Boko Haram zu stellen, die das Ansehen der Religion in den Dreck zögen, sagte Erdogan am Donnerstag bei einem Treffen der Gesundheitsministern aus den Mitgliedsländern der Organisation für Islamische Zusammenarbeit in Istanbul.

+++16.45 Uhr+++

Bei Razzien im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Paris sind in Belgien neun Personen festgenommen worden. Insgesamt habe es Zugriffe an neun verschiedenen Orten gegeben, sagte am Donnerstag ein Vertreter der Staatsanwaltschaft, der nicht genannt werden wollte. Zwei der Festnahmen standen demnach in direktem Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen.

+++16.15 Uhr+++

Kroatien, Mazedonien, Serbien und Slowenien haben die Einreise von Flüchtlingen beschränkt. Sie schlossen am Donnerstag ihre Grenzen für diejenigen Migranten, die nicht aus vom Krieg zerrütteten Ländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Irak kommen. Asylbewerber und politische Beobachter hatten angesichts der Rekordzahlen von Menschen auf dem Weg nach Europa und der Terrorangst nach den Anschlägen von Paris einen solchen Dominoeffekt befürchtet. Die Folge könnten massive Rückstaus sein.

Paris verschärft Sicherheitsgesetze Quelle: dpa

Die Terrorbedrohung in Europa wird so schnell nicht vorbei sein, prophezeit Innenminister de Maizière. Paris verschärft den Kampf gegen Terroristen, mit Gesetzen und Polizeieinsätzen. Die Ereignisse im Überblick.

Bild: dpa

+++16.00 Uhr+++

Frankreich bleibt voraussichtlich bis Anfang kommenden Jahres im Ausnahmezustand. Die Nationalversammlung verabschiedete am Donnerstag ein Gesetz zur dreimonatigen Verlängerung der seit dem 14. November geltenden Maßnahme mit 551 Ja-Stimmen bei lediglich sechs Gegenstimmen und einer Enthaltung.

Am Freitag folgt noch die Abstimmung im Senat, der zweiten Kammer des Parlaments. Dort wird ebenfalls eine klare Zustimmung erwartet. Der Ausnahmezustand gibt den Sicherheitsbehörden erweiterte Befugnisse. Dazu gehören die mögliche Sperre von Webseiten, die Auflösung radikaler Moscheevereine und Möglichkeiten zur Einschränkung der Bewegungsfreiheit.

+++15.10 Uhr+++

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve zufolge spielte Abdelhamid Abaaoud eine zentrale Rolle bei den Anschlägen in Paris. Er könnte zudem in den vereitelten Angriff auf den Thalys-Zug Ende August im belgisch-französischen Grenzgebiet und das geplante Attentat auf zwei Kirchen in Villejuif im Süden von Paris verwickelt gewesen sein.

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