Nach Terroranschlägen von Paris: Frankreich fahndet nach Attentätern und fliegt weitere Angriffe

Nach Terroranschlägen von Paris: Frankreich fahndet nach Attentätern und fliegt weitere Angriffe

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Auch am Dienstagabend versammeln sich die Menschen in Paris auf dem Place de la Republic - bewacht von französischen Polizisten und Gardisten.

Während in Deutschland Terroralarm rund um das abgesagte Länderspiel gegen Hannover herrschte, verdichteten sich die Hinweise, dass mehr als ein Attentäter von Paris auf der Flucht ist. Die Meldungen des Abends.

Nach den Terroranschlägen von Paris könnte noch ein zweiter Attentäter auf der Flucht sein. Dies sei eine „starke Hypothese“, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstagabend aus Ermittlerkreisen. Demnach hätte die Gruppe, die im Osten der Hauptstadt mehrere Bars und Restaurants ins Visier nahm, aus insgesamt drei Attentätern bestanden. Die Zeitung „Le Monde“ berichtete, nach zahlreichen Zeugenberichten hätten in dem Auto des Kommandos drei Insassen gesessen: Die Brüder Brahim und Salah Abdeslam sowie eine weitere Person. Salah wird international gesucht, Brahim sprengte sich in die Luft. Bei den Anschlägen waren sieben Attentäter gestorben. Falls sich die These eines weiteren Beteiligten bestätigen sollte, stiege die Zahl der Attentäter auf neun.

Berichte über weitere Komplizen der Attentäter

Auch von dem über Griechenland nach West-Europa eingereisten Attentäter gibt es neue Informationen. Laut Insidern könnte er auf dem Weg über den Balkan von einem Komplizen begleitet worden sein. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus Geheimdienst- und Polizeikreisen.

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In den USA spekulierte ein Sicherheitsexperte sogar über noch mehr Beteiligte: Hinter den Anschlägen von Paris könnten nach den Worten des Vorsitzenden des Heimatschutz-Ausschusses des US-Repräsentantenhauses bis zu 20 Personen stecken. Es müsse davon ausgegangen werden, dass man es mit einer größeren Verschwörung zu tun habe, sagt Michael McCaul dem Sender CNN.

+++Nach den Anschlägen in Paris+++ „Gefährdung für Deutschland und Europa ist hoch"

Das Fußball-Länderspiel in Hannover ist wegen eines drohenden Sprengstoffattentats von Islamisten abgesagt worden. Innenminister Thomas de Maizière bezeichnete die Lage als ernst. Die Ereignisse im Überblick.

Ein Polizist steht mit der Maschinenpistole vor dem Stadion Hannover, nachdem das Fußball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande kurzfristig abgesagt wurde. Quelle: dpa

Französische Armee fliegt weitere Angriffe in Syrien

Frankreich setzt derweil neben der Suche nach den Attentätern auf Angriff: Französische Kampfjets haben erneut Ziele der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien angegriffen. Zehn Maschinen hätten am Dienstagabend neue Luftangriffe geflogen, teilte Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian mit. Im Fernsehsender TF1 sagte er, Frankreich werde 36 Kampfflugzeuge in der Region haben, die Luftschläge gegen IS-Ziele ausführen könnten, sobald der Flugzeugträger „Charles de Gaulle“ die Zone erreicht habe. Dieser soll am Donnerstag im französischen Toulon losfahren.

Frankreich hat seit den Terroranschlägen in Paris am vergangenen Freitag mehrere Luftangriffe gegen den IS in Syrien geflogen. Die Terrormiliz hatte die Verantwortung für die Terrorwelle mit 129 Toten übernommen.

Weitere Artikel

Länderspiel in London: Englische Fußballfans begrüßen Franzosen mit Marseillaise

In einer Geste der Anteilnahme haben die englischen Fußballfans vor dem Länderspiel gegen Frankreich im Londoner Wembley-Stadion die Marseillaise angestimmt. Der Text der französischen Nationalhymne lief am Dienstagabend über Großmonitore des Stadions, das in den Farben der Trikolore blau, weiß und rot erstrahlte. Dort waren als Solidaritätsbekundung auch die Worte "Liberte, Egalite, Fraternite" (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) zu lesen.

Vor Anpfiff des Spieles erhoben sich die rund 80.000 Besucher zu einer Schweigeminute für die Opfer der Anschläge von Paris. Danach jubelten sie frenetisch den beiden Teams zu. Unter den Gästen des stark gesicherten Stadions waren auch der britische Premierminister David Cameron, Prinz William und der Londoner Bürgermeister Boris Johnson. Prinz William legte in Gedenken an die Opfer einen Blumenstrauß nieder.

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