Nicolas Sarkozy: Wie Frankreich den Euro retten will

Nicolas Sarkozy: Wie Frankreich den Euro retten will

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Nicolas Sarkozy will im Falle seines Wahlsieges den Haushalt sanieren.

von Benjamin Reuter

Ist Frankreich das nächste Euroland, das die gemeinsame Währung in Gefahr bringt? Staatspräsident Nicolas Sarkozy will das mit aller Kraft verhindern und im Falle seines Wahlsieges den Haushalt sanieren. Doch sein Plan könnte sich schon bald als müder Zahlenzauber erweisen.

„Einige europäische Länder befinden sich heute am Rande des Zusammenbruchs“, warnt der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy. „Wir aber wollen hier keine griechischen oder spanischen Verhältnisse.“ Wie er es anstellen will, dass es dazu nicht kommt, hat Nicolas Sarkozy am Donnerstag auf einer großen Pressekonferenz in Paris erklärt. Seine Maßnahmen für ein „starkes Frankreich“, die er im Fall seiner Wiederwahl am 6. Mai umsetzen will, sehen allem eines vor: sparen, sparen, sparen.

Bis 2016, so verspricht es Sarkozy, soll der Staatshaushalt ausgeglichen und ein Defizit von 115 Milliarden Euro abgebaut sein. Dass er dafür das Mandat der Franzosen bekommt, ist nicht einmal unwahrscheinlich. Zwar liegt der amtierende Präsident in den Umfragen für die Stichwahl noch hinter seinem Herausforderer François Hollande, aber seit Wochen gewinnt er Stimmen hinzu.
Es hängt viel davon ab, ob Sarkozy seine Sparziele in einer möglichen zweiten Amtszeit tatsächlich erreicht. Denn würde in der fünftgrößten Wirtschaftsmacht der Erde eine Staatsschuldenkrise ähnlich der in Griechenland, Spanien oder Italien ausbrechen – der Euro wäre wohl kaum zu halten. Deutschland allein kann mit seiner Wirtschaftsmacht nicht für die gemeinsame Währung bürgen.

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Dass die Ängste einer Kreditklemme in Frankreich nicht übertrieben sind, zeigte sich Mitte Januar. Damals stufte die US-Ratingagentur Standard & Poor’s die Kreditwürdigkeit des Landes herab. Der Schock war groß und die Staatsschuldenkrise damit im Herzen Europas angekommen. Zwar leiht sich das Land mittlerweile wieder zu historisch niedrigen Zinsen Geld. Aber die Gefahr, so sind sich viele Experten einig, ist noch nicht gebannt.

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