Nobelpreis-Woche: Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union

Nobelpreis-Woche: Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union

Der diesjährige Friedensnobelpreis geht an die Europäische Union. Das teilte das Nobelpreiskomitee am Freitag in Oslo mit.

Komiteechef Thorbjörn Jagland begründete die Entscheidung damit, dass die Europäische Union über sechs Jahrzehnte entscheidend zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen habe.

Der Osloer Rundfunksender NRK berichtete am Freitag bereits kurz vor der Bekanntgabe der Entscheidung, das Nobelkomitee habe den Friedensnobelpreis 2012 nach offiziell noch unbestätigten Angaben an die EU vergeben.

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Die EU ist in den letzten Jahren als „erfolgreiches Friedensprojekt“ immer wieder für die Auszeichnung nominiert worden.

Friedensnobelpreis Warum die EU den Friedensnobelpreis verdient hat

Die Europäische Union erhält den Friedensnobelpreis. Zu Recht? Ja, denn der Staatenbund hat Europa Frieden und Wohlstand beschert – und kann nichts für den Euro.

Quelle: dapd

Einen klaren Favoriten gab es im Vorfeld nicht. Buchmacher gaben der Nonne Maggie Gobran gute Chancen, einer koptischen Christin, die in Kairo ein Kinderheim leitet. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Komitee die monumentalen Vorgänge in Nahost ehren möchte", sagte der Leiter von Human Rights Watch Europe, Jan Egeland.

Die Friedensnobelpreisträger der letzten zehn Jahre

  • 2012

    Die Europäische Union

  • 2011

    Ellen Johnson Sirleaf, liberianische Präsidentin, Leymah Gbowee, liberianische Aktivistin, und Tawakkul Karman, jemenitische Bürgerrechtlerin

  • 2010

    Liu Xiaobo, chinesischer Dissident

  • 2009

    Barack H. Obama, US-Präsident

  • 2008

    Martti Ahtisaari, ehemaliger finnischer Präsident

  • 2007

    Al Gore, früherer US-Vizepräsident, und der Weltklimarat (IPCC)

  • 2006

    Muhammad Yunus und das von ihm gegründete Armenhilfsprojekt der Grameen Bank in Bangladesch

  • 2005

    Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihr Generaldirektor Mohamed ElBaradei

  • 2004

    Wangari Muta Maathai, kenianische Umweltschützerin

  • 2003

    Shirin Ebadi, iranische Menschenrechtlerin

  • 2002

    Jimmy Carter, früherer US-Präsident

Angesichts der Kritik an der Menschenrechtslage in Russland wurden auch die Bürgerrechtlerin Svetlana Gannuschkina oder der Radio-Sender Echo Moskwy diskutiert. Die Punkband Pussy Riot wurden geringe Chancen auf den Preis eingeräumt, da die Nominierungen bereits am 1. Februar abgeschlossen waren. Wie in den Vorjahren war auch Altkanzler Helmut Kohl im Gespräch.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 231 Vorschläge eingereicht, darunter 43 Organisationen. Im vergangenen Jahr gab es 247 Nominierungen, der bisherige Rekord.

Im letzten Jahr wurden drei Frauen ausgezeichnet. Die Journalistin Tawakkul Karman aus dem Jemen teilte sich den Preis mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee, ebenfalls aus Liberia. Die Auszeichnung ist mit 930.000 Euro dotiert. Zu den deutschsprachigen Preisträgern gehörten Gustav Stresemann, Carl von Ossietzky und Willy Brandt.

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