Griechenland will Verpflichtungen nachkommen

Griechenland müsse die Glaubwürdigkeit seines Programms und die Bereitschaft der Regierung demonstrieren, alles zu tun. Das griechische Volk habe in den vergangenen zwei Jahren schmerzhafte Bemühungen unternommen, lobte der französische Staatspräsident. Samaras verwies auf den anhaltenden Druck der Finanzmärkte auf sein Land. „Einige spekulieren gegen Griechenland“, erklärte er.
Sie glaubten, dass Griechenland nicht durchhalten werde und nicht in der Eurozone bleibe könne. „Ich bin heute hier, um zu sagen, dass es durchhalten wird, dass es in der Eurozone bleiben wird“, sagte Samaras. „Ich glaube auch, dass wir unsere Verpflichtungen erfüllen können, unser Defizit zu reduzieren, unsere Schulden zu reduzieren und die begonnenen Strukturreformen umzusetzen.“
Am Freitag hatte Samaras in Berlin mit Bundeskanzlerin Merkel gesprochen. Auch sie hatte erklärt, vor einer Entscheidung über einen Aufschub müsse der Bericht der Experten von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank abgewartet werden. Samaras will Zeit gewinnen, um die Reformen umzusetzen, die eine Bedingung für die Zahlungen aus dem Rettungspaket sind. Derzeit müssen die Reformen bis Mitte 2014 abgeschlossen sein.
Einziger Freund kommt aus Österreich
Er versprach, sein Land werde alle Kredite zurückzahlen und die geplanten Reformen umsetzen, forderte allerdings zwei Jahre Aufschub bis 2016. Nach dem Treffen mit Samaras am Mittwoch in Athen erklärte Juncker, Griechenland könne nur dann mehr Zeit beim Erreichen der Sparziele erhalten, wenn das Land die ihm auferlegten Reformen auch verlässlich umsetze. Dies könne erst entschieden werden, wenn der Troika-Bericht vorliege.
Einziger Befürworter des erbetenen Aufschubs ist der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann. Die Krise und die Arbeitslosigkeit in Griechenland seien so groß, dass „sie es ohne Zahlungsaufschub nicht schaffen werden“, sagte Faymann. „Das kann ein Aufschub von zwei oder drei Jahren sein - das sollen die Experten entscheiden.“
Für den Verbleib des Landes in der Euro-Zone gab sich Faymann optimistisch: „Ich sehe ganz gute Chancen, dass wir mit Griechenland zu einem Ergebnis zu kommen, dass die Griechen sich an ihre Vereinbarungen mit der EU halten, dafür aber mehr Zeit für die Rückzahlung ihrer Schulden bekommen.“ Das Wichtigste sei, dass die Griechen ihre mit „uns vereinbarten Reformen und Sparziele einhalten“. „Wenn das garantiert ist, befürworte ich einen Aufschub bei der Rückzahlung.“
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