Nur Absagen für Samaras: Keine Entgegenkommen für Griechenland

Nur Absagen für Samaras: Keine Entgegenkommen für Griechenland

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Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) zum erbetenen Aufschub für Griechenland: „Wenn die Reformen nicht erbracht wurden, kann es eben keine weiteren Hilfen mehr geben.“

Auch Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler will Griechenland keinen Aufschub gewähren. Zuvor hatten bereits Kanzlerin Merkel, Staatspräsident Hollande und Eurogruppenchef Juncker den Bitten eine Absage erteilt.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hat jedes Entgegenkommen an Griechenland bei der Bewältigung der Schuldenkrise abgelehnt. „Griechenlands Verbleib in der Euro-Zone wäre wünschenswert“, sagte der FDP-Chef in einem am Sonntag aufgezeichneten Interview des ZDF. Alle Reformvereinbarungen müssten aber eingehalten werden. Auch ein Zeitaufschub sei nicht machbar, weil mehr Zeit immer auch mehr Geld bedeute. „Die Forderung der Griechen, ein halbes oder gar zwei Jahre nachzugeben, kann schon deswegen nicht funktionieren, weil es nicht nur eine Frage der Zeit ist“, sagte Rösler. „Sondern jeder muss wissen: Zeit bedeutet immer auch Geld.“

Geld könne es aber nur gegen Reformen geben. „Wenn die Reformen nicht erbracht wurden, kann es eben keine weiteren Hilfen mehr geben“, sagte Rösler unter Verweis auf den im Oktober erwarteten internationalen Bericht zu den griechischen Reformfortschritten. Rösler äußerte sich damit ähnlich wie Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), der im „Tagesspiegel am Sonntag“ ebenfalls einen zeitlichen Aufschub abgelehnt hatte. Seine umstrittene Äußerung, ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone haben seinen Schrecken verloren, wiederholte Rösler nicht. „Anders als 2010 steht die Euro-Zone schon heute 2012 viel stabiler da“, sagte der FDP-Chef dazu.

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Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras bemüht sich derzeit, bei den Gläubigerstaaten einen Aufschub zu erreichen. Sein Land wolle kein weiteres Geld, sondern nur „Luft zum Atmen“. Der griechischen Wirtschaft müsse Gelegenheit gegeben werden, aus der Rezession zu kommen, argumentierte der konservative Regierungschef nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auch bei Frankreichs Präsident Francois Hollande am Samstag.

Er erhielt bei seinen Gesprächen mit Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker, Angela Merkel (CDU) und François Hollande keine Zusagen für eine Lockerung der Sparauflagen für Griechenland. Hollande erklärte nach dem Treffen mit Samaras in Paris, vor seiner solchen Entscheidung müsse der Troika-Bericht abgewartet werden. Dieser wird auf einem EU-Gipfel im Oktober vorgestellt. „Für mich sollte die Frage nicht mehr gestellt werden: Griechenland ist in der Eurozone“, sagte Hollande nach dem Gespräch mit Samaras.

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