OECD-Treffen: Frankreich muss sich mit Reformen beeilen

OECD-Treffen: Frankreich muss sich mit Reformen beeilen

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Sorgenkind in der Euro-Zone ist Frankreichs Wirtschaft. Das müsste auch der französische Präsident Francois Hollande endlich begreifen und Tempo machen.

Frankreich soll die geplanten Reformen schneller umsetzen, kritisiert die OECD. Dann dürften die anstehenden Neuerungen schon bald zur Ankurbelung der Konjunktur führen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Frankreich zu einer schnelleren Umsetzung der geplanten Strukturreformen gedrängt. Die anstehenden Neuerungen dürften jedoch allmählich zur einer Aufhellung der Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone führen, teilte die Industrieländer-Organisation am Freitag mit. Die vorgesehenen Änderungen könnten das Wirtschaftswachstum des Landes in den kommenden Jahren um 0,3 Prozent jährlich erhöhen. Zu den Reformen der Regierung in Paris gehört unter anderem eine milliardenschwere Senkung der Lohnsteuer. In den nächsten zehn Jahren sei sogar ein Plus von jährlich 0,4 Prozent bei der Wirtschaftsleistung möglich. Die Verbesserung dürfte auch der Eurozone insgesamt zugutekommen.
Frankreichs Wirtschaft gilt derzeit als eines der größten Sorgenkinder in der Euro-Zone und stagnierte in den beiden ersten Quartalen. Kritiker fordern von der Regierung in Paris mehr Strukturreformen. Die OECD senkte jüngst ihre Konjunkturprognose 2014 für Frankreich. Die Organisation traut der Wirtschaft nur noch ein Wachstum von 0,4 Prozent zu nach einem zuvor veranschlagten Plus von 0,9 Prozent. Das Land leidet unter hoher Arbeitslosigkeit und dem Niedergang der Industrie, die im internationalen Wettbewerb ins Hintertreffen geraten ist.

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