Ölpreis: Je teurer das Benzin, desto besser

KommentarÖlpreis: Je teurer das Benzin, desto besser

von Malte Fischer

Der steigende Ölpreis könnte die Zentralbanken zu weiteren Liquiditätsspritzen veranlassen.

Wer in diesen Tagen bei Esso, Shell, Aral und Co. vorfährt, um sein Auto zu betanken, muss ein dickes Portemonnaie bei sich tragen. Der Preis für einen Liter Superplus kletterte vergangene Woche auf knapp 1,70 Euro. So teuer war Sprit in Deutschland noch nie. Grund für den Teuerungsschub an der Tanke ist der haussierende Ölpreis. Rund 124 Dollar verlangen die Ölförderländer derzeit am Weltmarkt für ein Fass der Sorte Brent. Spitzt sich der Konflikt zwischen dem Iran und dem Westen zu, könnte der Preis für das schwarze Gold weiter steigen und seinen alten Höchststand von 146 Dollar aus dem Sommer 2008 überschreiten. Dann wird der Ölpreis der Euro-Krise den Rang Nummer eins als Konjunkturrisiko ablaufen.

Rohstoffradar Ölpreis steigt trotz Überangebot

Öl ist teurer geworden, aber langfristig spricht einiges gegen deutlich steigende Ölpreise - auch wenn der Iran mit dem Säbel rasselt. Was den Ölpreis bewegt, wohin er auf Jahressicht tendiert.

In den vergangenen Tagen ist der Ölpreis wieder gestiegen - Grund dafür ist neben dem schwachen Dollar auch die durch die Geldflut der EZB ausgelösten Hochstimmung an den Finanzmärkten Quelle: dpa

Grundsätzlich wirkt der Ölpreis über zwei Kanäle auf die Wirtschaft der Öl importierenden Länder. Zum einen entzieht er den Unternehmen und Bürgern Kaufkraft, die für Investitionen und Konsum fehlt. Das drückt die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts nach unten.

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Zum anderen treibt der Ölpreis die Lebenshaltungskosten in die Höhe. Gelingt es den Arbeitnehmern, als Ausgleich höhere Löhne durchzusetzen, droht eine Lohn-Preis-Spirale, weil die Unternehmen den Kostenschub an ihre Kunden weiterreichen.

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