Ostukraine: Separatisten lassen OSZE-Beobachter frei

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Ostukraine: Separatisten lassen OSZE-Beobachter frei

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Mitglieder der OSZE Beobachtermission in der Ukraine sitzen bei einer Pressekonferenz. Die tagelang in der Ostukraine festgesetzten Militärbeobachter aus Deutschland und anderen Ländern sind wieder in Freiheit.

Die seit einer Woche in der Ostukraine festgesetzten sieben OSZE-Beobachter sind wieder frei. Daran beteiligt war offenbar auch ein russischer Vermittler.

Die in der Ostukraine von prorussischen Separatisten festgehaltenen sieben OSZE-Beobachter sind am Samstag frei gelassen worden. Der selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarew, sagte der Nachrichtenagentur AP, darüber hinaus seien deren fünf ukrainische Assistenten auf freien Fuß. Das OSZE-Team, darunter drei Bundeswehrsoldaten und ein deutscher Dolmetscher, war seit 25. April in Slawjansk in der Gewalt kremltreuer Aufständischer.

Ein AP-Reporter sah einen der OSZE-Beobachter und seinen Übersetzer frei umherlaufen. Die OSZE-Gruppe sollte Informationen über die Lage im Osten der Ukraine sammeln. Am Freitag hatte der Kreml mit Wladimir Lukin einen Vermittler in die Ostukraine geschickt, der die Freilassung der OSZE-Beobachter erreichen sollte.

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Bei den Zusammenstößen zwischen prorussischen Aktivisten und Regierungsanhängern in Odessa starben am Freitag nach Regierungsangaben mindestens 42 Menschen. Das teilte das Innenministerium mit, ohne eine genaue Aufschlüsselung zu geben. Bei den Auseinandersetzungen war ein Gewerkschaftsgebäude in Flammen aufgegangen, weil Brandbomben durch die Fenster geschmissen worden waren.

Das Katastrophenfall-Ministerium teilte mit, 36 Leichen seien im Gebäude entdeckt worden. Vor dem Feuer seien mindestens drei Menschen bei Schießereien getötet worden. Der Polizeichef der Stadt rief die Einwohner von Odessa auf, Ruhe zu bewahren. Das Außenministerium in Moskau hatte die Führung in Kiew für die Brandkatastrophe verantwortlich gemacht.

Die Hafenstadt am Schwarzen Meer war bisher von den Unruhen relativ verschont geblieben, die Teile des Ostens der Ukraine erfasst haben. Dort halten Aufständische in einem Dutzend Städten Regierungsgebäude und Polizeiwachen besetzt. Seit Freitagmorgen versuchen ukrainische Truppen jedoch, das strategisch wichtige Slawjansk zurückzuerobern.

Dabei wurden viele prorussische Kämpfer getötet und verwundet, wie Übergangspräsident Alexander Turtschinow sagte. Doch schossen die Separatisten auch zwei ukrainische Militärhubschrauber ab, zwei

Besatzungsmitglieder kamen laut Turtschinow am Freitag ums Leben. Noch am Freitagabend war in der Gegend vereinzelt Geschützfeuer zu hören. Russische Medien berichteten überdies von Scharmützeln in der nahe gelegenen Stadt Kramatorsk.

In einer Reaktion auf das militärische Vorgehen Kiews hatte der Kreml erklärt, damit sei der Friedensplan zur Entschärfung der Krise hinfällig. Der Angriff vom Freitag habe die vor zwei Wochen in Genf beschlossene Vereinbarung „zerstört“.

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Hingegen bescheinigte US-Präsident Barack Obama der Übergangsregierung in Kiew, mit der Offensive die Ordnung wiederherstellen zu wollen. Obama sagte dagegen auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, die eskalierende Gewalt habe der Welt vor Augen geführt, dass die prorussischen Kräfte in der Region keine friedlichen Demonstranten seien. Putin müsse „von seinem derzeitigen Kurs abgebracht werden“, sagte der US-Präsident.

Obama und Merkel drohten Russland: Sollte Moskau nichts für eine Deeskalation der Krise tun, werde es dafür einen höheren Preis zahlen. Die USA und Deutschland bereiteten neue Sanktionen vor, um die russische Wirtschaft zu treffen. Diese würden angewandt, sollte Russland die ukrainische Präsidentenwahl am 25. Mai stören.

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