Piraeus Bank: Griechische Bank erlässt armen Kreditnehmern die Schulden

Piraeus Bank: Griechische Bank erlässt armen Kreditnehmern die Schulden

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Die griechische Piraeus Bank in Athen.

Griechenland treibt die Armutsbekämpfung voran, ein Gesetz wurde im März durchs Parlament gebracht. In der Konsequenz kündigt die Piraeus Bank an, ihren Kreditnehmern Schulden von bis zu 20.000 Euro zu erlassen.

Die griechische Piraeus Bank kommt hoch verschuldeten Kreditnehmern entgegen. Das Geldhaus wolle Schulden von Kreditkartenbesitzern und Darlehen von Privatpersonen von bis zu 20.000 Euro abschreiben, die unter ein neues Gesetz fielen, teilte die Bank am Donnerstag mit.

Die Regierung unter Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte im März als erste Maßnahme nach der Wahl ein Gesetz zur Armutsbekämpfung durch das Parlament gebracht. Dieses sieht unter anderem die Ausgabe von Lebensmittel-Marken und eine kostenlose Stromversorgung der Armen vor.

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Griechenlands Zahlungsverpflichtungen 2015

  • Die Rückzahlungen 2015

    Die griechische Regierung muss in diesem Jahr noch rund 17 Milliarden Euro an Krediten und Zinsen zurückzahlen. Der größte Batzen entfällt dabei mit rund 8,1 Milliarden Euro auf den Internationalen Währungsfonds (IWF). Daneben stehen Zahlungen an die Europäische Zentralbank (EZB), private Gläubiger sowie die Partner aus der Eurozone aus. Ungeachtet der Verlängerung des Hilfsprogramms mit den Euro-Partnern ist bisher unklar, wie Finanzminister Yanis Varoufakis die Mittel aufbringen will. Vor allem im Juli und August stehen Rückzahlungen über mehrere Milliarden Euro an. Es folgt eine Auflistung darüber, was Griechenland in welchem Monat dieses Jahres zahlen muss.
    Rundungsdifferenzen möglich, Quelle: Eurobank Athen, eigene Berechnungen (Reuters)

  • März

    Rund 1,5 Milliarden an den IWF, 75 Millionen Zahlungen an andere - insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro.

  • April

    450 Millionen an IWF, 275 Millionen an Zinsen - insgesamt rund 0,7 Milliarden Euro.

  • Mai

    750 Millionen plus 196 Millionen an IWF, sowie 77 Millionen für bilaterale Kredite - insgesamt rund 1 Milliarden Euro.

  • Juni

    1,5 Milliarden an IWF plus 280 Milliarden an EZB und andere - insgesamt 1,7 Milliarden Euro.

  • Juli

    450 Millionen an IWF, 3,5 Milliarden an EZB, 700 Millionen an Zinsen für EZB - insgesamt rund 4,8 Milliarden Euro.

  • August

    Rund 170 Millionen an IWF, 3,2 Milliarden an EZB und andere Notenbanken, 190 Millionen an Zinsen - insgesamt rund 3,7 Milliarden Euro.

  • September

    1,5 Milliarden Euro an IWF.

  • Oktober

    450 Millionen an IWF, 200 Millionen an andere - insgesamt 0,65 Milliarden Euro.

  • November

    150 Millionen an IWF, 77 Millionen bilaterale Kredite - rund 0,23 Milliarden Euro

  • Dezember

    1,1 Milliarden Euro an IWF.

Piraeus will zudem die Zinsen auf Hypotheken von bedürftigen Privatpersonen abschreiben. Das Finanzinstitut gab nicht bekannt, wie viele Schuldner von der Maßnahme betroffen sind. Tsipras löste mit dem neuen Gesetz ein Wahlversprechen seines linksgerichteten Syriza-Bündnisses ein, den von den internationalen Kapitalgebern geforderten Sparkurs zu beenden.

Das vom Kapitalmarkt abgeschnittene Griechenland ringt seit Monaten mit den Euro-Partnern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) um Auflagen für weitere Hilfskredite. Die Finanzminister der Euro-Länder wollen am Freitag in Riga über Griechenland beraten. Das Land wird seit 2010 mit insgesamt 240 Milliarden Euro vor der Staatspleite bewahrt.

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