Pleiten: Euler Hermes erwartet Anstieg der Insolvenzen

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Der Chefvolkswirt des Kreditversichers Euler Hermes sagt Deutschlands Unternehmen im nächsten Jahr steigende Insolvenzen voraus

von Angela Hennersdorf

Der Kreditversicherer Euler Hermes erwartet in Deutschland mehr zahlungsunfähige Unternehmen im kommenden Jahr.

"Das Problem ist die schwache Nachfrage", sagte Euler-Hermes-Chefökonom Ludovic Subran in einem Interview mit der WirtschaftsWoche. "Während 2014 die Zahl der insolventen Firmen um sechs Prozent zurückgegangen ist, wird sie im kommenden Jahr voraussichtlich um zwei Prozent auf dann 24.979 Fälle zunehmen."

Dabei geht Euler Hermes zugleich davon aus, dass die Schäden durch Insolvenzen steigen, "weil die Betriebe größer sind, die pleitegehen", so Ökonom Subran. "Lagen die durchschnittlichen Kosten 2008 noch bei 800.000 Euro, so sind sie in diesem Jahr auf durchschnittlich 1,3 Millionen Euro gestiegen." Die meisten Insolvenzen werde es voraussichtlich im Einzelhandel und bei exportabhängigen Firmen geben, so Subran, "vor allem bei solchen, die nach Russland exportieren".

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Allerdings ist der Anstieg der Insolvenzen um zwei Prozent in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten ausgesprochen moderat. Viel schlimmer sei die Situation in Frankreich. "Dort gibt es in diesem Jahr eine Rekordzahl von Firmeninsolvenzen – rund 62.000." Mit einem Rückgang der Insolvenzen rechnet der Kreditversicherer dagegen in Spanien. "In diesem Jahr beträgt die Zahl der betroffenen Firmen knapp 6000 – 27 Prozent weniger als im Vorjahr."

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