Polen: Donald Tusk reicht Rücktritt ein

Polen: Donald Tusk reicht Rücktritt ein

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Donald Tusk reichte am Dienstagabend offiziell seinen Rücktritt als polnischer Regierungschef ein.

Der polnische Regierungschef Donald Tusk hat seinen Rücktritt eingereicht. Er macht damit den Weg frei für die Nachfolge. Im Dezember will er das Amt des EU-Ratsvorsitzenden antreten.

Vor seinem Wechsel nach Brüssel hat der polnische Regierungschef Donald Tusk am Dienstag bei Präsident Bronislaw Komorowski seinen Rücktritt eingereicht. „Ich habe das Schreiben übergeben“, sagte Tusk nach der Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Warschau. Da Komorowski noch am Dienstagabend nach Berlin reiste, war für die offizielle Annahme des Rücktritts allerdings keine Zeit.

Tusk will im Dezember das Amt des EU-Ratsvorsitzenden antreten. Er wird an diesem Donnerstag zusammen mit den Ministern seiner liberal-konservativen Koalition aus dem Amt entlassen. Kandidatin für die Nachfolge des 57-jährigen ist Parlamentspräsidentin Ewa Kopacz.

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Ein erstes Gespräch Komorowskis mit Kopacz über die Regierungsbildung ist für Donnerstag vorgesehen. Bis die neue Regierung feststeht, führen Tusk und seine Minister ihre Ämter kommissarisch weiter. Die polnische Verfassung schreibt vor, dass spätestens 14 Tage nach der Entlassung der Regierung ein neuer Regierungschef feststehen muss.

Wissenswertes über Polen

  • Für Gäste nur das Beste

    Nicht selten kommt es in Polen vor, dass zum gemeinsamen Abendessen auch mal ein Wodka serviert wird. Aber keine Sorge, wer als Ausländer nicht gerne starken Alkohol trinken möchte, kann auch zu einem Bier greifen. Das gibt es in Polen in allen Varianten und Geschmacksrichtungen, zum Beispiel gemixt mit süßem Sirup.

  • Gibt es in Polen Bären?

    Nicht nur die. In dem osteuropäischen Land gibt es EU-weit die meisten verschiedenen Pflanzen- und Tierarten, die aus anderen Teilen Europas zum Teil schon lange verdrängt wurden. Nicht nur der Braunbär und der Wolf sagen sich hier gute Nacht, sondern auch der Luchs, der Elch, der Biber und das Wisent.

  • Ich küsse Ihre Hand, Madame

    Auch wenn es langsam aus der Mode kommt: Der Handkuss ist in Polen eine weit verbreitete Begrüßung für die Damen. Selbst eingefleischte Vertreter der Emanzipation werden bei dieser altmodischen Geste nicht protestieren, sondern den Handkuss in bester Manier graziös und mit der Handinnenseite zum Boden entgegennehmen.

  • Polnische Sprache - schwere Sprache

    Kaum eine Sprache ist so kompliziert wie die polnische. Allein die Aussprache des Worts "czesc" (hallo) birgt so seine Tücken. Wer fröhlich seine Arbeitskollegen grüßen will, könnte bei falscher Aussprache Verwirrung hervorrufen. Denn anders ausgesprochen bedeutet das Wort "sechs". Kein Wunder, dass Polen ausländische Besucher gerne aufziehen.

  • Verrückter Hund

    In Polen steppt der Bär und der Hund wird verrückt. "Wscikle pies", der verrückte Hund, nennt sich ein beliebter Shot in Polen. Er besteht aus Vodka, Himbeersirup und - tatsächlich - Tabasco. Da spielt nicht nur der Gaumen erst einmal verrückt, sondern schnell auch der Kopf.

  • Weltmeister des Staus

    In Polen gibt es weniger Auto als im Westen. Um jedoch in allen größeren Städten gigantische Staus zu verursachen, reichen sie aber allemal. Deshalb sollte man für Fahrten in polnischen Innenstädten lieber viel Zeit mitbringen. Das Problem wird dadurch noch verstärkt, dass jeder Lkw, der zwischen Ost- und Westeuropa verkehrt, durch Polen fährt.

  • Welche Polen sind weltbekannt?

    Papst Johannes Paul II ist der wohl berühmteste Pole. Der Begründer der modernen Astronomie, Nikolaus Kopernikus, ist jedem ein Begriff, genauso wie die Chemikerin Marie Curie, die das radioaktive Element Radium entdeckte. Auch kulturell kann Polen mit Berühmtheiten aufwarten: der romantische Komponist Frédéric Chopin, der Science-Fiction Autor Stanislaw Lem, sowie der Regisseur und Oscar-Preisträger Roman Polanski stammen aus Polen.

Tusks liberal-konservative Bürgerplattform (PO) und ihr Koalitionspartner, die Bauernpartei PSL, waren am Montagabend zusammengekommen, um über die Regierungsbildung zu beraten. Der PSL-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Janusz Piechocinski zeigte sich anschließend zuversichtlich, dass die Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode im kommenden Herbst ihre Mehrheit im Parlament halten werde und vorzeitige Neuwahlen vermieden werden können.

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