Porträt: 34 neue Minister für François Hollande

Porträt: 34 neue Minister für François Hollande

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Francois Hollande bei einem Treffen mit seinen neu ernannten Ministern in Paris.

Der französische Staatspräsident François Hollande hat sein Kabinett ernannt. Mit insgesamt 34 Ministern und Ministerinnen will er in den kommenden Monaten die Probleme Frankreichs angehen. Doch der größte Teil des Personals ist politisch unerfahren.

Für den neuen französischen Präsidenten François Hollande hatten es die ersten drei Tage seiner Amtszeit in sich: Zuerst stand schon kurz nach der Amtseinführung am Montag der Besuch bei Angela Merkel in Berlin an. Dann kamen auch schon die schlechten Nachrichten der Europäischen Kommission. Sie stellte fest, dass das französische Haushaltsdefizit im kommenden Jahr bei 4,2 Prozent liegen wird – weit entfernt von den drei Prozent, die Hollande versprochen hat. Und dann war da noch die Regierungsbildung, die am Dienstag und Mittwoch folgte.

Jetzt aber steht sein Kabinett fest, mit dem der Präsident die Probleme Frankreichs in den kommenden Jahren angehen will. Die wichtigsten Baustellen des Landes hatte er am Montag bei seiner Antrittsrede noch einmal klar herausgestellt: „Massive Verschuldung, schwaches Wachstum, hohe Arbeitslosigkeit und geringe Wettbewerbsfähigkeit.“

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34 Minister, deren Ernennung Hollande am Mittwoch absegnete, sollen dem Präsidenten jetzt dabei helfen, Frankreich wieder auf Kurs zu bringen. 17 der Kabinettsmitglieder sind Frauen und immerhin sieben Minister sind noch keine 40 Jahre alt. Abgesehen vom neuen Außenminister und Politdino Laurent Fabius, der schon Minister war als Franz Beckenbauer noch aktiv kickte, haben die meisten der Ernannten keine Regierungserfahrung.

Ohne Zweifel kommt einigen Ministern im Kabinett Hollande eine Schlüsselrolle zu. Nämlich jenen, die sich um die marode Wirtschaft und den Haushalt kümmern müssen. Im Folgenden die wichtigsten Entscheidungsträger, die Frankreich wieder zu einer wirtschaftlich ernstzunehmenden Stütze in Europa machen sollen.

Premierminister Jean-Marc Ayrault: Hollandes Deutschlehrer

Der bisherige Bürgermeister der Stadt Nantes gehört zu den engsten Vertrauten von François Hollande. Er bereitete auch das erste Treffen des Präsidenten mit Angela Merkel vor und gilt als einer wichtigsten Köpfe hinter der Wachstumsstrategie von Hollande für Europa. Ein Plus des ehemaligen Deutschlehrers: Den wichtigsten Partner Frankreichs in Europa kennt der 62-Jährige sehr genau. Vor allem in den schwierigen Verhandlungen um den Fiskalpakt könnte das für beide Länder noch von Vorteil sein. Die Ernennung von Ayrault könnte für Hollande aber auch zur Gefahr werden. Denn eigentlich rechnete sich Martine Aubry, die Vorsitzende der Sozialistischen Partei, gute Chancen auf den Posten aus. Sie gehörte lange zu den Kritikern Hollandes. Da sie jetzt nicht an der Regierung beteiligt ist, könnte sie sich schnell zur Anführerin eines kritischen, linken Flügels in der Partei aufschwingen. Der könnte schwierige Reformideen durchkreuzen.

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