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21.04.2012

Präsidenten-Suche: Die 10 Kandidaten der Frankreich-Wahl

Frankreich sucht einen neuen Präsidenten. In Umfragen liegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und der Sozialist François Hollande gleich auf. Acht weitere Kandidaten hoffen auf einen Überraschungscoup – und den Einzug in die Stichwahl.

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Marine Le Pen – die Wütende Quelle: dpa
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Marine Le Pen – die Wütende

Die 43-jährige Marine Le Pen ist Vorsitzende des Front National, der wahrscheinlich erfolgreichsten rechtsextremen Partei Europas. In den Umfragen liegt Le Pen bei rund 15 Prozent. „Frankreich geht vor die Hunde“, schimpft sie. Schuld daran seien vor allem muslimische Einwanderer aus Nordafrika, die Frankreich angeblich überschwemmen, die Sozialsysteme missbrauchen und für Terrorismus werben. Außerdem für den Abstieg der Grande Nation verantwortlich: Die internationale Finanzwirtschaft, die Bürokraten in Brüssel und der Euro. Ein Ausstieg aus EU und der gemeinsamen Währung ist für sie deshalb unumgänglich.

Mit ihrem Programm zieht Le Pen vor allem Protestwähler an, die ihrem Ärger über die regierenden Politiker schlagzeilenträchtig Luft machen wollen. Beängstigend ist: Laut einer Untersuchung des Umfrageinstitutes CSA führt sie bei den Wählern zwischen 18 und 24 Jahren. Ganze 26 Prozent in dieser Altersgruppe wollen für sie stimmen. François Hollande kommt nur auf 25 Prozent.

Bei der letzten Präsidentschaftswahl im Jahr 2007 stimmten im zweiten Wahlgang über 80 Prozent der Wähler des Front National für Nicolas Sarkozy. Damit verhalfen sie ihm zum Sieg. Diesmal wollen in der zweiten Runde am 6. Mai nur rund 40 Prozent für Sarkozy stimmen.

Bild: dpa
von Benjamin ReuterBild: 1 von 11
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