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21.04.2012

Präsidenten-Suche: Die 10 Kandidaten der Frankreich-Wahl

Frankreich sucht einen neuen Präsidenten. In Umfragen liegen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy und der Sozialist François Hollande gleich auf. Acht weitere Kandidaten hoffen auf einen Überraschungscoup – und den Einzug in die Stichwahl.

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Jean-Luc Mélenchon – der rote Volkstribun Quelle: dpa
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Jean-Luc Mélenchon – der rote Volkstribun

Jean-Luc Mélenchon ist die Überraschung des französischen Wahlkampfes. Im vergangenen Jahr startete der Kandidat der Front Gauche (ein Zusammenschluss aus Kommunisten und Linkspartei) in den Umfragen bei rund fünf Prozent. Jetzt liegt er bei 15 Prozent der Stimmen. Seine Forderungen: Unter anderem eine saftige Reichensteuer, die alle Einkünfte über 30.000 Euro im Monat mit 100 Prozent belegt. Außerdem will er den Mindestlohn auf 1700 Euro erhöhen, Spekulationsgeschäfte auf den Finanzmärkten verbieten und Angestellten ein Veto gegen Entlassungen in ihren Unternehmen übertragen. Unternehmen, die als Kollektiv von den Arbeitern geführt werden, erhalten Vorrang bei öffentlichen Aufträgen.

Was Mélenchon so erfolgreich macht: Er vereint alle Strömungen der Linken wie Altkommunisten, kapitalismuskritische Studenten und sogar Grüne. Das zeigte sich während des Wahlkampfes auch auf seinen Veranstaltungen, zu denen teilweise mehr als 100.000 Zuhörer pilgerten. Mélenchons Ziel ist es, den sozialistischen Kandidaten François Hollande „nach links zu ziehen“. Mehr als 80 Prozent seiner Anhänger wollen im zweiten Wahlgang für Hollande stimmen.

Bild: dpa
von Benjamin ReuterBild: 8 von 11
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