Pro-Kopf-Einkommen gestiegen: Europäer haben wieder mehr Geld in der Tasche

Pro-Kopf-Einkommen gestiegen: Europäer haben wieder mehr Geld in der Tasche

Die Wirtschaft in den Euro-Ländern zieht an. Das spüren auch die Bürger in ihrem Portemonnaie. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen ist überraschend stark gestiegen.

Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen in den 19 Euro-Staaten ist zu Jahresbeginn so stark gestiegen wie seit 2009 nicht mehr. Von Anfang Januar bis Ende März verzeichneten EU-Statistiker im Vergleich zum Vorquartal ein Plus von 0,9 Prozent. Zuletzt hatte es einen solchen Anstieg des verfügbaren Bruttoeinkommens vor sechs Jahren gegeben. Zwischen Ende 2009 und Ende 2012 ging es sogar fast durchgängig zurück.

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Die Arbeitslosigkeit in einigen OECD-Ländern

  • Der OECD-Raum

    Insgesamt sind 45 Millionen Menschen im OECD-Raum derzeit ohne Arbeit – sieben Millionen mehr als noch 2007.

    Die durchschnittliche Arbeitslosenrate liegt bei 7,4 Prozent. Bis Ende 2015 soll sie auf 7,1 Prozent sinken.

  • Griechenland

    Griechenland hat immer noch die höchste Arbeitslosenquote im OECD-Raum. Sie beträgt 26,8 Prozent.

  • Spanien

    In Spanien wird die Arbeitslosenquote in absehbarer Zeit über zehn Prozent liegen. Derzeit beträgt sie 25,1 Prozent. Damit hat Spanien die zweithöchste Quote aller OECD-Länder. Die Löhne sind seit 2009 jährlich um zwei bis fünf Prozent gesunken.

  • Portugal

    In Portugal sind 14,3 Prozent der Erwerbstätigen ohne Arbeit.

  • Italien

    In Italien ist die Arbeitslosenquote seit Krisenbeginn um über drei Prozent gestiegen, sodass sie derzeit bei 12,6 Prozent liegt.

  • Irland

    Die Arbeitslosenquote in Irland liegt bei zwölf Prozent. Bis Ende 2015 fällt sie laut OECD-Ausblick auf unter zehn Prozent.

  • Frankreich

    Frankreichs Arbeitslosenquote liegt bei über 10,1 Prozent. Bis 2015 könnte sie auf 9,8 Prozent fallen.

  • Deutschland

    Die Arbeitslosenquote liegt in Deutschland derzeit bei 5,1 Prozent. Ende 2015 dürfte sie auf unter fünf Prozent fallen. Das entspricht der Hälfte des Euroraumdurchschnitts – der liegt derzeit bei 11,6 Prozent.

  • USA

    In den USA ist die Arbeitslosenquote 2014 auf 6,1 Prozent gefallen. Das sind 3,9 Prozentpunkte weniger als am Höhepunkt der Krise.

  • Japan

    In Japan liegt die Arbeitslosenquote bei 3,5 Prozent.

Die Wirtschaft dürfte freuen, dass mit dem Pro-Kopf-Einkommen der privaten Haushalte auch die Konsumausgaben stiegen. Sie erhöhten sich im ersten Quartal dieses Jahres durchschnittlich um 0,8 Prozent nach einer Zunahme von 0,2 Prozent im Vorquartal, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Einen ähnlichen starken Anstieg des Pro-Kopf-Konsums hatte es mit 0,7 Prozent zuletzt im ersten Quartal 2004 gegeben.

Insbesondere in Deutschland ist die Stimmung der Verbraucher weiterhin gut. Das Barometer für das Konsumklima im August verharrte bei 10,1 Punkten, wie die Nürnberger GfK-Forscher mitteilten. Die Konsumenten schätzen die künftige Konjunktur zwar etwas skeptischer ein als zuletzt, blicken jedoch mit großer Zuversicht auf ihre eigene künftige Finanzlage. GfK-Fachmann Rolf Bürkl betonte: „Die Konsumlust der Verbraucher ist ungebrochen.“ Unterm Strich sei der private Konsum auch 2015 eine wichtige Stütze für die Konjunktur.

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) tritt dennoch auf die Euphoriebremse und mahnt die Euro-Zone, wegen anhaltend schwacher Wachstumsaussichten weitere Reformen und zusätzlichen Konjunkturspritzen auf den Weg zu bringen. Die konjunkturelle Erholung werde zwar stärker – die Wirtschaft der 19 Euro-Länder dürfte im nächsten Jahr um 1,7 Prozent zulegen nach 1,5 Prozent in diesem Jahr. Die mittelfristigen Aussichten aber seien verhalten, so der IWF. Die Arbeitslosigkeit sei immer noch zu hoch.

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