Referendum: Englands Wirtschaft warnt vor EU-Austritt

Referendum: Englands Wirtschaft warnt vor EU-Austritt

von Tim Rahmann

Britische Unternehmen machen Stimmung gegen das Referendum um den EU-Verbleib Großbritanniens. Die Vorteile der Mitgliedschaft seien deutlich größer als die Nachteile.

„Finden Sie, dass Großbritannien Mitglied der Europäischen Union bleiben sollte?“ Diese Frage soll den britischen Bürgern in einem Referendum bis spätestens 2017 gestellt werden. Verneint die Mehrheit die Frage, tritt London aus der Staatengemeinschaft aus. Englands Unternehmer fürchten sich vor einer derartigen Antwort. Der britische Industrieverband CBI hat bei YouGov eine Testabstimmung unter britischen Arbeitgebern in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: 77 Prozent sprechen sich für einen Verbleib ihres Landes in der Europäischen Union aus.

Cameron hofft, Bundeskanzlerin Angela Merkel für seine Reformvorschläge gewinnen zu können Quelle: dpa

Cameron hofft, Bundeskanzlerin Angela Merkel für seine Reformvorschläge gewinnen zu können

Bild: dpa

71 Prozent der 415 befragten Unternehmen sehen deutlich positive Einflüsse für ihr Geschäft in der Mitgliedschaft, 63 Prozent gaben an, dass sie von der Freizügigkeit der Arbeitnehmer  in Europa profitieren.

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Auch Premierminister David Cameron wirbt für einen EU-Verbleib. Der konservative Politiker hatte das Referendum angekündigt, um den Europa-skeptischen Parteifreunden entgegenzukommen. Cameron wirbt dafür, Mitglied der EU zu bleiben – und lediglich Rechte in die Nationalstaaten zurückzuverlagern. "Lieber in einer reformierten EU als draußen und ohne Einfluss", sagt laut Spiegel Online auch der Direktor des britischen Industrieverbandes CBI  John Cridland.

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Dennoch: Die Mehrheit – glaubt man Umfragen – würden derzeit mit knappem Vorsprung für den EU-Austritt stimmen. Den Kritikern ist Brüssel schlicht zu bürokratisch und zu teuer. Großbritannien zahlte im vergangenen Jahr 7,3 Milliarden Pfund nach Brüssel. Das Land ist, hinter Deutschland, der größte Nettozahler der EU.

Cameron hofft, Bundeskanzlerin Angela Merkel für seine Reformvorschläge gewinnen zu können. Schließlich hat auch Deutschland ein großes Interesse am Verbleib der Briten in der EU. Einigen sich die beiden Konservativen auf eine Reform der Staatengemeinschaft, sinken die Chancen der Austrittsbefürworter. Lässt Merkel Cameron im Stich, könnte sich das Gesicht Europas schon bald verändern. Sehr zum Ärger der britischen Unternehmer.

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