Ringen um Sparpaket: Athen geht das Geld aus

Ringen um Sparpaket: Athen geht das Geld aus

Die griechische Regierung bekommt das neue Sparpaket von 11,5 Milliarden Euro nicht unter Dach und Fach. Heute trifft sich die politische Führung bereits zum dritten Mal innerhalb weniger Tage. Derweil droht Athen das Geld auszugehen.

Die griechische Regierung ringt weiter um das neue milliardenschwere Sparpaket für das von der Staatspleite bedrohte Euro-Land. Die Vorsitzenden der an der Regierung beteiligten Sozialisten und der Demokratischen Linken, Evangelos Venizelos und Fotis Kouvelis, wollten sich am Mittwochnachmittag erneut mit dem konservativen Regierungschef Antonis Samaras treffen, um über die Sparmaßnahmen von 11,5 Milliarden Euro zu verhandeln. Es ist das dritte Treffen innerhalb weniger Tage.

Solange es keine Einigung gibt, können die Geldgeber-Kontrolleure kein grünes Licht für weitere Finanzhilfen geben. Die griechische Presse erinnerte die drei führenden Politiker daran, dass diese Regierung die wohl „letzte Chance für den Verbleib Griechenlands im Euroland ist“. Indem ständig „drumherum“ geredet werde, „laufen wir Gefahr, den Krieg (um die Rettung des Landes) zu verlieren“, meinte das Blatt der politischen Mitte „Ta Nea“.

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Inzwischen droht Athen das Geld auszugehen, weil Griechenlands Geldgeber Milliarden-Finanzspritzen blockieren und zugleich Anleiherückzahlungen anstehen. Am Dienstagabend waren die Verhandlungen zwischen den Koalitionsparteien - Konservative, Sozialisten und Demokratische Linke - erneut ohne Ergebnis vertagt worden.

Eurokrise Michael Fuchs: Griechenland ist nicht zu retten

Unter Unionspolitikern wächst der Unwille, weitere Milliardenhilfen nach Athen zu schicken.

Michael Fuchs Quelle: dapd

Bis zum 20. August müsse eine fällig werdende Anleihe in Höhe von gut drei Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückgezahlt werden. Athen hoffe jedoch auf eine Verlängerung der Zahlungsfrist um einen Monat, sagte der stellvertretende griechische Finanzminister Christos Staikouras am Dienstag im griechischen Fernsehen. „Die Gelder in den Staatskassen sind auf Messers Schneide.“ Weil sich die Umsetzung der Sparauflagen wegen der Parlamentswahlen im Frühjahr verzögert hat, sind zudem 5,9 Milliarden Euro vom Euro-Rettungsfonds EFSF und 1,6 Milliarden Euro vom Internationalen Währungsfonds (IWF) bislang nicht geflossen. Sollte das Geld ausgehen, könnten öffentliche Bedienstete nicht mehr bezahlt und Sozialleistungen nicht mehr erfüllt werden.

Die Troika bestehend aus Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) überprüft derzeit in Athen die Bücher und drängt auf Sparfortschritte im pleitebedrohten Land. Die Kontrolleure der Geldgeber wollen nach eigenen Angaben im September ihre Einschätzung zur Lage in Griechenland vorlegen. Von ihrer Bewertung hängen weitere Geldspritzen für das pleitebedrohte Land ab.

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