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Rundumschlag nach Verurteilung: "Planender Kopf" systematischer Steuerhinterziehung

Rundumschlag nach Verurteilung: Silvio Berlusconis wütende Antwort

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Über seine Qualitäten als Liebhaber schwärmt er selbst am meisten. Berlusconi kann auf seinem Konto unzählige Affären verbuchen. Der ehemalige italienische Ministerpräsident sagte einmal, dass es sei besser sei, „eine Leidenschaft für schöne Frauen zu haben als schwul zu sein". Oder er begründet seine Vorliebe für schöne Frauen so: Er habe eine hohe Arbeitsbelastung, daher schaue er hin und wieder eben schöne Frauen an. Vielen von ihnen verhalf er zu einträglichen Jobs. Damit dürfte es jetzt erstmal vorbei sein.

Bild: dapd

"Planender Kopf" systematischer Steuerhinterziehung

Berlusconi sagte auch, er müsse den „Justizplaneten“ reformieren, damit anderen Bürgern nicht passiere, was ihm passiert sei. Seine Partei hatte sich nach dem Urteil hinter ihn gestellt und das Urteil als „politisch motivierten Mordversuch“ gegeißelt. Es wurden sofort auch Stimmen laut, er solle jetzt doch noch einmal kandidieren.

Erst am Mittwoch hatte der skandalumwitterte Berlusconi offiziell mitgeteilt, dass er bei der Parlamentswahl im Frühjahr 2013 nicht wieder Kandidat für das Amt des Regierungschefs werden wolle.

Seine Verurteilung im Prozess um Steuerbetrug und Hinterziehung will Berlusconi nicht hinnehmen. Nach Verkündung der Haftstrafe gegen den 76-Jährigen wollen seine Anwälte in die nächste Instanz gehen. Erst in einer dritten Instanz würde das Urteil rechtskräftig.

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Ein Mailänder Gericht hatte Berlusconi am Freitag zu vier Jahren Haft verurteilt. Davon wurden ihm drei Jahre erlassen. Grundlage dafür ist ein Gesetz, das wegen der überfüllten italienischen Gefängnisse beschlossen worden war.

Der Mailänder „Corriere della Sera“ erklärte am Samstag, der Straferlass von drei Jahren falle jedoch weg, sollte der „Cavaliere“ in seinem Sex-Prozess um die Marokkanerin Ruby mehr als zwei Jahre Haft auferlegt bekommen. In diesem Verfahren könnte ein erstes Urteil noch vor Jahresende fallen.

Offen ist, ob das Urteil wegen Steuerbetrugs in einem voraussichtlich langen Berufungsverfahren überhaupt rechtskräftig werden kann. Denn die Mediaset-Straftaten verjähren Mitte 2014.

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Berlusconi war nach Auffassung des Gerichts in den 1990er Jahren führend in eine Kette fingierter Verkäufe verwickelt. Beim Verkauf von TV-Rechten des Mediaset-Konzerns seien die Kosten um hunderte Millionen Dollar aufgebläht worden. Das Gericht sprach von einem Geldfluss in Berlusconis Kassen. Er sei der „planende Kopf einer systematischen Steuerhinterziehung von ungewöhnlichem Umfang“ gewesen. Das Gericht untersagte es Berlusconi auch für fünf Jahre, öffentliche - und damit vor allem politische - Ämter zu bekleiden.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 28.10.2012, 11:59 UhrOtto

    solche Leute wie Berlusconi müssen sofort in den Knast, da gibt es überhaupt keine Diskussion. Wer noch immer an diesen Menschen glaubt, der muss entweder unter einer Decke mit Berlusconi stecken o. der muss sehr naiv sein. Italien wird ohne Monti u. Merkel nicht aus der Krise kommen, da hilft auch kein Streik, dass müssen die Italiener endlich mal begreifen.

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