Rundumschlag nach Verurteilung: Silvio Berlusconis wütende Antwort

Rundumschlag nach Verurteilung: Silvio Berlusconis wütende Antwort

Bild vergrößern

Nach seiner Verurteilung wegen Steuerbetrugs hat der frühere italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi unter anderem die Übergangsregierung seines Nachfolgers Mario Monti scharf angegriffen

Vier Jahre Haft. So lautet das Urteil gegen Silvio Berlusconi. Der antwortet mit politischen Attacken und will weiter in der Politik mitmischen. Seine Anwälte wollen Berufung gegen das Urteil einlegen.

Der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi (76) hat mit einem politischen Rundumschlag auf seine Verurteilung wegen Steuerbetrugs geantwortet. Am Tag nach dem Mailänder Urteil griff er die Justiz an, nannte seinen Nachfolger Mario Monti einen „Rezessions-Regierungschef“ und übte scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen ihrer Haltung in der Euro-Schuldenkrise. Politische Beobachter werteten seine harte Kritik als Wahlkampf mit Blick auf das Parlamentsvotum im April.

Berlusconi kündigte an, weiter in der Politik mitmischen zu wollen. „Ich fühle mich verpflichtet, auf dem Spielfeld zu bleiben“, sagte er am Samstag. Später bekräftigte der 76-Jährige jedoch, dass er dabei nicht als Spitzenkandidat seiner Partei PdL (Volk der Freiheit) für die Wahl im Frühjahr 2013 antreten werde. Seine Anwälte kündigten unterdessen Berufung gegen die Haftstrafe für ihren Mandanten an.

Anzeige

Hart ging Berlusconi erneut mit Kanzlerin Merkel ins Gericht. Berlin habe ihn gezwungen, auf EU-Gipfeln Maßnahmen zu akzeptieren, mit denen er nie einverstanden gewesen sei. Merkel und der damalige französische Präsident Nicolas Sarkozy hatten ihn kurz vor seinem Abgang als Regierungschef bei einem Gipfel 2011 in deutlichen Worten Worten aufgefordert, den Schuldenabbau zu beschleunigen.

Italien Silvio Berlusconi hat genug

Mit blumigen Worten und viel Pathos verabschiedet sich Silvio Berlusconi von der großen politischen Bühne. Nach einigem Hin und Her erklärte der skandalumwitterte Ex-Premier, dass er bei der nächsten Wahl nicht antritt.

Nach 18 Jahren in der Politik verabschiedet sich Berlusconi von der großen Bühne - Zur Wahl 2013 will er nicht mehr kandidieren Quelle: dapd

Berlusconi erinnerte an eine Pressekonferenz, bei der Merkel und Sarkozy auf die Frage nach seiner Zuverlässigkeit nur gelächelt hätten. „Mit diesem Lächeln haben Merkel und Sarkozy einen politischen Anschlag auf meine internationale Glaubwürdigkeit versucht“, meinte er.

Der Sparkurs seines Nachfolgers Monti werde die Wirtschaft in eine Rezessionsspirale führen. Die Italiener seien verstört über die brutale Art, mit der der Staat Steuerzahler behandele, sagte er.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%