Russland und die Ukraine : Merkel will rasche Lösung im Gasstreit

Russland und die Ukraine : Merkel will rasche Lösung im Gasstreit

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Kiew und Moskau rüsten verbal ab. Der Westen hofft auf eine Stabilisierung der Ukraine. Aber es droht neues Ungemach im Streit um Gaslieferungen.

Die Kanzlerin will den Weg aus dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine bald beenden - auch mit Blick auf bevorstehenden Winter. Den deutschen Unternehmen dankt sie für die Unterstützung ihres Kurses gegenüber Russland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) pocht auf eine rasche Lösung im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine. Mit Blick auf den nahenden Winter sagte sie am Dienstag beim Industrietag in Berlin: „Deshalb eilt die Zeit hier auch.“ An diesem Freitag werden die Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew unter Vermittlung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Berlin fortgesetzt. Russland und die Ukraine streiten unter anderem über den künftigen Preis, den Kiew für russisches Gas bezahlen muss. Über die Ukraine wird auch ein Großteil des russischen Exportgases nach Europa geleitet.

Die deutsche Wirtschaft lobte Merkel für die Unterstützung bei den westlichen Sanktionen gegen Russland. Sie danke den Unternehmen, dass sie die schmerzlichen Einschnitte durch die Sanktionen mittragen würden, weil die Verteidigung von Frieden und Sicherheit in Europa das übergeordnete Ziel sei, so die Kanzlerin vor rund 1300 Managern weiter.

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Russland denke wieder in Einfluss-Sphären, was die Annexion der Krim gezeigt habe. In der Ostukraine gehe die Destabilisierung ständig weiter: „Das ist keine Bagatelle, das ist ein tiefgreifender Konflikt“, sagte Merkel. Die Sanktionen gegen Moskau seien kein Selbstzweck. Der Westen könne die Verletzungen bestimmter Prinzipien aber nicht hinnehmen.

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Industrie-Präsident Ulrich Grillo erklärte, ihm sei es zu teuer, im Russland-Geschäft auf eigene Werte zu verzichten, um kurzfristig Gewinne und Umsätze zu sichern.

Allerdings hatte es in der Wirtschaft zuletzt auch deutliche Kritik an der jüngsten Verschärfung der EU-Sanktionen gegen Russland gegeben. Im ersten Halbjahr waren die deutschen Exporte nach Russland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent eingebrochen. Das Minus bei den Ausfuhren in die Ukraine betrug sogar 32 Prozent.

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