Schüsse auf Botschafter-Residenz: Steinmeier verurteilt Anschlag scharf

Schüsse auf Botschafter-Residenz: Steinmeier verurteilt Anschlag scharf

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Eine Spezialeinheit sichert Spuren vom dem Haus des deutschen Botschafters in Athen. Wie die Polizei mitteilte, schoss ein Unbekannter mehrere Male mit einer Kalaschnikow auf das Haus von Wolfgang Dolt. Verletzt wurde niemand.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat den Anschlag auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen verurteilt. Unbekannte hatten in der Nacht Schüsse darauf abgefeuert.

"Nichts, aber auch gar nichts kann einen solchen Angriff auf einen Vertreter unseres Landes rechtfertigen", sagte Steinmeier am Montag. Bei dem Anschlag wurde niemand verletzt. In griechischen Regierungskreisen hieß es, Ministerpräsident Antonis Samaras habe mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über den Anschlag gesprochen und ihr versichert, dass alles getan werde, um die Attentäter zu fassen.
Steinmeier betonte, es werde den Tätern nicht gelingen, die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Griechenland kaputtzumachen. Er dankte Samaras und Außenminister Evangelos Venizelos, die sofort eine Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen angekündigt hätten. "Sie haben uns zugesichert, die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort zu verstärken und alles zu tun, damit die Verantwortlichen ausfindig gemacht und zur Verantwortung gezogen werden", erklärte Steinmeier. Noch in der Nacht hätten Samaras und Venizelos Kontakt mit dem deutschen Botschafter Wolfgang Dold aufgenommen und den Vorfall bedauert. Steinmeier telefonierte wegen des Anschlags nach Angaben des Auswärtigen Amtes mit Dold und Venizelos.

Zwei unbekannte Angreifer hatten nach Polizeiangaben am frühen Montagmorgen mehrere Schüsse auf das Gebäude im Norden der griechischen Hauptstadt abgefeuert. Mindestens vier Schüsse hätten das Metall-Tor der Residenz getroffen, die hinter einer Sicherheitsmauer an einer vielbefahrenen Straße liegt. Insgesamt hätten die Ermittler 15 Patronenhülsen gefunden.
Im Zuge der Schuldenkrise in Griechenland ist es in der Bevölkerung wiederholt zu Anfeindungen gegen Deutschland gekommen. Gegner des Reformkurses machen vor allem die Bundesregierung für die harten Sparauflagen verantwortlich, die das Land im Gegenzug für internationale Finanzhilfen zusagte. Die deutsche Botschaft in Athen war zuletzt 1999 Ziel eines Anschlags. Damals schossen Extremisten eine Rakete auf das Gebäude, die das Dach traf.

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