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Schuldenkrise: Athen versinkt im Chaos

von tra und dpa

Schwere Ausschreitungen in Athen: Randalierer richten in Griechenland große Schäden an. Die Angst wächst, dass das Land völlig aus den Fugen gerät.

Vor dem griechischen Parlament in Athen eskalierte in der Nacht von Sonntag auf Montag die Gewalt. Die Polizei setzte Tränengas ein. Quelle: dpa
Vor dem griechischen Parlament in Athen eskalierte in der Nacht von Sonntag auf Montag die Gewalt. Die Polizei setzte Tränengas ein. Quelle: dpa

Ausgebrannte Geschäfte, demolierte Autos und ein Trümmerfeld aus Scherben, Steinen und Stöcken auf der Hauptstraße Panepistimiou: Ein Zusammenschluss von Demonstranten, Vermummten und gewalttätigen Autonomen hat der Nacht zum Montag weite Teile des Stadtzentrums Athens verwüstet

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„Wir haben enorme Schäden“, berichtete der Athens Bürgermeister Giorgos Kominis im Fernsehen. 45 Gebäude wurden nach Feuerwehrangaben angesteckt. Einige davon brannten völlig aus. Zahlreiche Läden und Banken wurden schwer beschädigt und geplündert, dutzende Ampeln zerschlagen. Die Müllabfuhr brauchte Stunden, um das Chaos halbwegs zu beseitigen.

Seit fünf Jahren in der Rezession

Die schweren Ausschreitungen brachen am Rande einer friedlichen Demonstration von zehntausenden Menschen aus, die am Vorabend vor dem Parlament in Athen gegen das harte Sparprogramm zur Rettung Griechenlands protestierten. Die Randalierer attackierten die Polizei, die anschließend sofort Tränengas einsetzte. Diese spalteten sich und zündeten in verschiedenen Teilen der Stadt gleichzeitig Geschäfte und Banken an. Parallel behinderten sie nach Aussagen eines Sprechers der Feuerwehr die Feuerwehrleute bei der Brandlöschung. Nach Krankenhausangaben wurden 74 Menschen verletzt. 67 mutmaßliche Randalierer wurden verhaftet.

Die neuesten Ausschreitungen zeigen, – ebenso wie die friedlichen Großdemonstrationen –  dass die griechische Bevölkerung endgültig an ihrer Belastungsgrenze angekommen ist. Nicht, dass die Griechen nicht mehr sparen wollen. Viele können nicht weiter sparen. Seit fünf Jahren steckt das Land in der Rezession. Mehr als jeder fünfte Grieche hat keine Arbeit. Die Bürger, die noch arbeiten, können – in großer Mehrheit – kaum noch ihren Lebensunterhalt zahlen.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 15.02.2012, 07:18 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    Es ist schon sehr merkwürdig, dass die generösen Zusatzrenten im (quasi-)öffentlichen Dienst unangetastet bleiben sollen, aber die Mindestlöhne für junge Menschen weiter gesenkt werden. Griechische Politiker haben offensichtlich immer noch nichts gelernt.
    Ja, GR muss sparen und seine Verwaltung komplett umbauen. Aber die arbeitende Bevölkerung in der Privatwirtschaft noch weiter auszuquetschen führt geradewegs ins Verderben.
    Dann lieber eine ehrliche Staatspleite mit Rückkehr zur Drachme. Bisher traut sich kein anderer EU-Politiker, das zu fordern, weil er eine EU-weite Bankenkrise mit bank runs fürchtet. Dazu muss ich sagen: Dann gehen eben Banken pleite - wer sich verzockt hat, muss eben vom Markt verschwinden. Auch eine HRE hätte pleitegehen sollen - stattdessen hat der deutsche Steuerzahler für das irische Bankhaus DePfa gehaftet.

  • 14.02.2012, 22:35 UhrAnonymer Benutzer: mathias

    @mastermike
    schlafen Sie weiter- der Film ist abgefahren !!

    Das ahnungslose Opfer als das Sie sich hinstellen wollen, glaubt
    Ihnen keiner.
    Deutschland will die EU (saumagens europa) also werden Sie bezahlen!

    Und wenn Sie solidarität für KRIEG gegen Syrien oder Iran haben
    wollen- ereilt Sie der KRIEG zuhause- den Sie nicht überleben
    werden.

  • 14.02.2012, 21:45 Uhrmastermike

    Ah, dann wurden diese Politiker also gar nicht vom Volk gewählt??? Ist mir neu! Was mich interessiert ist allerdings, warum die deutsche steuerzahlende Minderheit und ich nun für das Versagen von Politikern auch in Griechenland aufkommen soll?! Diese Land kam durch "Lug und Trug" in den Euro und nun müssen wir (Deutschen) uns als Nazi's beschimpfen lassen und den Morast der sich nun in diesem sonst ja recht schönen Lande (GR) angesammelt hat, auslöffeln?! Warum nur? Werde ich diskriminiert, bin ich "schuldig" (und muss Schulden abzahlen) weil ich Deutscher bin? Wie ist das eigentlich mit der Solidarität wenn wir die europ. Nachbarn brauchen (Sitz im UN-Sicherheitsrat)? Fehlanzeige! Ja, Einbahnstraße! Ach ja, es wurde von der dt. "Systempresse" übrigens auch nur am Rande erwähnt, das über 50% der gewalttätigen, linksextremen "Chaoten" (illegale) Immigranten waren (sind)... Auch kein Problem in der EUDSSR. Diese allseits beliebten Kulturbereicherer werden ohnehin bald in D. aufzufinden sein, denn die Verhältnisse in Griechenland sind natürlich unzumutbar, da ist auch Mord und Totschlag gerechtfertigt.
    Na dann, let it burn…

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