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Schuldenkrise: Deutschland blockiert

Schuldenkrise: Merkel und Hollande fordern von Athen weiter Reformen

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Für die griechische Nationalmannschaft gab es lange keinen Spitznamen. Erst, nachdem die Griechen die EM 2004 gewannen, erhielten sie den Spitznamen „To Piratiko“, zu deutsch: das Piratenschiff. Der Name ist eine Anspielung auf die Seefahrernation Portugal, der die Griechen die Trophäe abluchsten.

Bild: dapd

Deutschland blockiert

Angesichts der tiefen Rezession in seinem Land sei nicht mehr Geld, sondern mehr Zeit nötig, sagte Samaras. Er hofft, dass Athen das EU-Defizitziel von drei Prozent erst 2016 erfüllen muss - und damit zwei Jahre später als von der „Troika“ vorgegeben. Vor der nächsten Hilfstranche muss Athen Einsparungen von 11,5 Milliarden Euro erbringen.

Zuletzt gab es Berichte, dass weitere zwei Milliarden Euro eingespart oder erwirtschaftet werden müssten. „Mehr Zeit ist keine Lösung der Probleme“ und bedeute im Zweifel mehr Geld, mahnte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) im SWR. Es gehe „nicht um mehr oder weniger Großzügigkeit“, sondern darum, einen Weg zu finden, der die Eurozone insgesamt aus dem wachsenden Vertrauensmangel der Finanzmärkte herausführe. Zugleich zeigte er aber auch Verständnis für Griechenlands schwierige Lage.

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Nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier sollten die Griechen keinen Aufschub bekommen, wenn das Sparprogramm unglaubwürdig ausfallen sollte. Wenn aber „das neue Konsolidierungsprogramm der Griechen plausibel und belastbar ist, wäre es doch nicht besonders klug, wegen einer Verlängerung des Zahlungsziels von zwölf Monaten alle Forderungen in den Wind zu schreiben“, sagte er der „Frankfurter Rundschau“.

Merkel wird nach seiner Einschätzung am Ende einer Verlängerung zustimmen. Wirtschaftsminister Philipp Rösler bekräftigte: „Rabatte auf Reformen darf es nicht geben.“ Neues Vertrauen in den Euro werde nur geschaffen, wenn sich alle an die Regeln hielten, sagte der FDP-Chef und Vize-Kanzler der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung.

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Auch die Vorsitzende des Verbandes Junger Unternehmer, Marie-Christine Ostermann, sprach sich gegen Zugeständnisse aus. „Die vereinbarten Vorgaben müssen eingehalten werden“, sagte sie dpa.

Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber plädierte dafür, Deutschland solle Griechenland mehr Hilfe beim Verkauf von Staatsunternehmen gewähren. Merkel müsse ein Signal geben, dass die notwendigen Sparmaßnahmen durch eine umfassende Wirtschaftshilfe Deutschlands begleitet würden, erklärte Ferber in Brüssel.

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2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.08.2012, 21:17 UhrFunin

    Mit diesem lächerlichen Satz "die Rückzahlung aller Gelder garantiere ich persönlich" hat sich Samaras as ernstzunehmender Verhandlungspartner disqualifiziert - entweder ist er verrückt oder ein notorischer Hochstapler und Lügner. Und was muß man jetzt von Leuten halten die sich mit ihm auf ernstahafte Verhandlungen einlassen?

  • 23.08.2012, 20:23 UhrDesillusionierter

    Samaras:"Das garantiere ich persönlich" ( die Rückzahlung an D).Soll man darüber lachen oder es als die absolut größte Dreistigkeit ansehen. GR ist Pleite.Samaras in einer Koalition. Ganz schnell kann er als Regierungschef sein Amt verlieren.Genau wie die bisher nicht eingehaltenen vertragl. Verpflichtungen wird er das auch nicht einhalten. Wo will er denn Überschüsse erwirtschaften um Schulden zu tilgen; er wird schon froh sein können, wenn er in den nächsten jahren einen ausgeglichenen Haushalt hinbekommt. Kann man so jemand ernst nehmen und wird so einer, der statt im Land anzupacken herumreist um zu betteln die Probleme GR zu lösen- wohl kaum.

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