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Schuldenkrise: Die Eurozone koppelt sich ab

von Tim Rahmann

Angela Merkel und Nicolas Sarkozy wollen Pleiteländer strenger kontrollieren. Dafür sind sie auch bereit, die EU aufzuspalten.

Nicolas Sarkozy und Angela Merkel wollen im 14. Versuch den Euro stabilisieren.
Nicolas Sarkozy und Angela Merkel wollen im 14. Versuch den Euro stabilisieren.

13. Mal sind sie gescheitert. Beim 14. Euro-Sondergipfel innerhalb von 22 Monaten am Freitag in Brüssel wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erneut versuchen, den Euro zu stabilisieren. Dafür sind sie offenbar auch bereit, die Europäische Union aufzuspalten.

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Die Euro-Mitgliedsländer sollen künftig bindende Schuldengrenzen einhalten. Angestrebt werden automatische Sanktionen gegen Schuldensünder, die mit einer qualifizierten Mehrheit beschlossen werden sollen. Verstöße sollen von dem Europäischen Gerichtshof festgestellt werden. Dies sei im Rahmen der aktuellen Gesetze allerdings nicht möglich, so Angela Merkel. Folglich soll der Lissabon-Vertrag geändert werden. Das sei der „logische Weg“.

Die Fehler bei der Euro-Rettung


Rettungsfonds EFSF: Eine kleine Krücke
Die im Mai 2010 als Euro-Rettungsfonds geschaffene European Financial Stability Facility (EFSF) ging mit der Arbeitshypothese ans Werk, sie werde gar nie zum Einsatz kommen. Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone hofften, allein die Ankündigung, finanzschwachen Staaten zur Seite zu stehen, werde die Finanzmärkte nachhaltig beeindrucken. Doch es kam anders. Die Summe, die der EFSF zur Verfügung stand, ließ die Märkte kalt. Der Versuch, die Mittel der EFSF zu hebeln und das Kreditvolumen auf eine Billion Euro zu steigern, ist kläglich gescheitert. Mittlerweile sind die Investoren so beunruhigt, dass auch eine Versicherung von 20 bis 30 Prozent sie nicht mehr locken kann.

Quelle: dpa

Aber: Dieser Vertragsänderung müssten alle 27 Mitglieder der Europäischen Union zustimmen. Dies gilt mehr als fraglich.

Merkel unterstrich: Sie und Sarkozy seien „absolut entschlossen“, bei Schwierigkeiten mit Nicht-Euro-Staaten Vertragsverschärfungen nur mit der Euro-Gruppe zu beschließen. Die Verhandlungen darüber sollen bis März abgeschlossen sein.

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