Schuldenkrise: ESM-Chef will IWF aus Troika schmeißen

Schuldenkrise: ESM-Chef will IWF aus Troika schmeißen

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EZB-Präsident Mario Draghi unterhält sich mit ESM-Chef Klaus Regling. Letzterer hat den IWF scharf angegriffen.

Der ESM-Chef Klaus Regling hat den IWF wegen dessen Einschätzung der bisherigen Griechenland-Hilfe scharf angegriffen. Langfristig will er den IWF aus der Troika verbannen.

ESM-Chef Klaus Regling hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) wegen dessen Rolle in der Schuldenkrise scharf angegriffen und will den IWF langfristig aus der Troika verbannen.

Der IWF mache mit seiner Kritik der Griechenland-Rettung den Stabilitätspakt lächerlich und erkläre sich selbst für die Schaffung von Wachstum zuständig, sagte Regling der "FAZ". "Damit baut er nicht nur einen falschen Gegensatz auf. Vor allem lässt er erkennen, dass er die Regeln unserer Währungsunion nicht versteht", fügte Regling hinzu.

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Der Euroraum mit einer einheitlichen Geldpolitik und 17 nationalen Wirtschafts- und Fiskalpolitiken könne nur funktionieren, wenn die Regeln eingehalten werden. "Wenn der IWF das nicht versteht, ist das ein großes Problem", sagte Regling weiter.

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Der Währungsfonds hatte in der vergangenen Woche unter anderem kritisiert, dass sich die Kommission zu sehr auf die Konformität der Reformvorgaben mit den EU-Regeln konzentriere und die Auswirkungen auf das Wachstum zu wenig beachte.

Regling plädierte dafür, die Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission auf lange Sicht abzuschaffen. Kurz- und mittelfristig solle der IWF an Bord bleiben, weil er die größte Erfahrung mit Hilfsprogrammen habe, sagte Regling. "Aber auf Dauer müssen die Euro-Staaten solche Programme selbst stemmen."

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