
Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit Griechenlands erneut herabgestuft. Die Bonität des Landes wurde „CCC“ auf „C“ gesenkt. Damit liegt die Bonitätsnote nur noch eine Stufe über der offiziellen Feststellung eines Zahlungsausfalls.
„Das Emittentenausfallrating wurde auf C von CCC gesenkt, worin die Einschätzung zum Ausdruck kommt, dass ein Zahlungsausfall in naher Zukunft sehr wahrscheinlich ist“, teilte Fitch mit. Nähere Angaben machte die US-Agentur zunächst nicht.
Doch der Hintergrund ist klar: Auf dem Ecofin-Treffen am Montag verständigten sich die Euro-Finanzminister darauf, dass Athen seinen Gläubigern ein Angebot zur Umschuldung machen sollte, wonach die Banken und Versicherungen auf 107 Milliarden Euro verzichten sollen.
Gesetz zum Zwangs-Schuldenschnitt
Für den Fall, das nicht genügend Gläubiger mitziehen, hat Griechenland nun drastische Vorkehrungen getroffen: Die griechische Regierung hat ein Gesetz für einen möglichen Zwangs-Schuldenschnitt auf den Weg gebracht. Es sieht vor, dass die privaten Gläubiger zum Forderungsverzicht gezwungen werden könnten, falls die Beteiligung am freiwilligen Schuldenschnitt zu niedrig ausfällt. Dies teilte das griechische Parlament parallel zur Fitch-Entscheidung mit.













