Schuldenkrise: Griechische Notenbank gönnt Aktionären Geldregen

Schuldenkrise: Griechische Notenbank gönnt Aktionären Geldregen

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Pardoxes Griechenland. Trotz gewaltiger Schulden will die Bank of Greece fast einhundert Millionen Euro an Dividende ausschütten.

Die griechische Zentralbank hat gewaltige Schulden im Ausland. Doch für die Aktionäre ist Geld da. Die Notenbank will fast einhundert Millionen Euro an Dividende ausschütten.

Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Während das griechische Statistikamt Elstat meldete, dass in Griechenland inzwischen jeder Zweite der 15- bis 24-Jährigen arbeitslos ist, gab es gute Nachrichten für die Aktionäre der griechischen Notenbank. Der Vorstand der Zentralbank will auf der Jahreshauptversammlung am 24. April vorschlagen, den Anlegern eine Dividende von 83 Cent je Aktie auszuzahlen.

Insgesamt sollen 96,6 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Anleger können demnach mit einer Rendite von 4,8 Prozent rechnen – da die Aktien derzeit zu einem Preis von etwa 14 Euro je Papier gehandelt werden. Abzüglich der Kapitalertragssteuer bleibt den Aktionären von den 83 Cent ein Nettogewinn in Höhe von 67 Cent.

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Rund 80 Millionen für die griechische Regierung

Die Bank of Greece hat 2011 einen Gewinn in Höhe von 96,6 Millionen Euro gemacht. Laut Bilanz will die Notenbank 80 Millionen an die griechische Regierung auszahlen – obwohl die Zentralbank wie das hoch verschuldete Land auch am Tropf der Euro-Partner hängen. Über das Target-II-System sind die Athener zum Jahresende mit über hundert Milliarden Euro bei den Notenbanken der anderen Euro-Staaten verschuldet.

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Laut Informationen von „Spiegel Online“ ist Griechenland auch der größte Einzelaktionär. Die Regierung soll gut neun Prozent der Anteile halten. Auch Griechenlands Banken besitzen Papiere der Zentralbank.

Dass die Notenbank eine private Aktiengesellschaft ist, ist ungewöhnlich. Neben der Bank of Greece befindet sich EU-weit sonst nur noch die Zentralbank Belgiens in der Hand privater Anteilseigner. Dort allerdings hält der Staat genau 50 Prozent der Papiere.

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