Schuldenkrise: IWF hilft Athen nur ein bisschen

Schuldenkrise: IWF hilft Athen nur ein bisschen

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Die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, möchte Griechenland aus der Krise helfen - aber nicht um jeden Preis.

von Tim Rahmann

Der Internationale Währungsfonds steuert deutlich weniger Hilfen zum Griechenlandpaket bei als noch 2010. Leidtragender ist vor allem Deutschland.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) beteiligt sich offiziell mit 28 Milliarden Euro an dem zweiten Hilfspaket für Griechenland. Der Exekutivrat der internationalen Finanzfeuerwehr gab am Donnerstag erwartungsgemäß grünes Licht für den Kredit, wie der IWF mitteilte. Erst am Vortag hatten die Eurostaaten die Hilfe über insgesamt 130 Milliarden Euro freigegeben.

Damit fällt der IWF-Beitrag am zweiten Rettungspaket deutlich kleiner aus als noch am ersten Hilfspaket für Griechenland. 2010 hatte der IWF noch für ein Drittel der Gesamtsumme gebürgt. Nun liegt der Anteil des Internationalen Rettungsfonds nur noch bei 21,5 Prozent. Und: 18 Milliarden Euro der Haftungssumme stammt aus nicht abgerufenen Mitteln des ersten Rettungspakets. Somit fließen nur 18 Milliarden Euro an neuen Hilfen aus Washington gen Athen.

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Leidtragender ist vor allem Deutschland. Die Bundesrepublik schultert nun die größte Haftungssumme am Rettungspaket. Weil Berlin für etwa 29 Prozent am Rettungsschirm EFSF geradesteht, ergibt sich eine deutsche Haftungssumme von knapp 30 Milliarden Euro.

Forderung nach höheren Schutzmauern

Die Mitglieder der G-20 knüpften eine finanzielle Aufstockung des Internationalen Währungsfonds zuvor an ein stärkeres Engagement der Europäischen Union gegen ihre Schuldenkrise. „Die Staaten in der Eurozone werden die Stärke ihrer unterstützenden Strukturen im März bewerten“, hieß es in der gemeinsamen Schlusserklärung. Dadurch werde eine wesentliche Voraussetzung für Überlegungen geschaffen, wie weitere Ressourcen für den IWF mobilisiert werden könnten, hieß es weiter. Unter den G-20-Staaten gebe es eine weitverbreitete Erwartung, dass die EU ihre finanziellen Stützmauern erhöhe, sagte die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde.

Nötig sei demnach, dass die die EU ihren sogenannten Brandmauern gegen eine Ausweitung der Krise noch etwa 500 Milliarden Euro hinzufügt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble lehnen dies kategorisch ab. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen. (mit dpa)

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