Schuldenkrise: Langsam sparend aus der Krise

Schuldenkrise: Langsam sparend aus der Krise

von Katja Joho

Die Euro-Sorgenländer sollten in Sachen Sparen einen Gang zurückschalten. Das ist der richtige Weg aus der Krise, schreibt das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln in einem aktuellen Bericht.

Um aus der Krise zu kommen, sollten die Euro-Krisenländer mehr Zeit bekommen, um ihre Sparziele zu erreichen. Das empfiehlt jetzt das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht scheinbar alleine auf dem politischen Parkett weiter für die Sparpläne ein. Immer mehr Länder schwenken um, wünschen sich Wachstum, auch um den Preis länger auf den Schulden sitzen zu bleiben oder sogar neue zu machen.

Anzeige

Der neuste Bericht des IW stützt so manche Wunschvorstellung, wenn auch mit bestimmten Auflagen.

Aus dem Kölner Institut kommt eine Warnung: Sollten die nötigen Einsparungen in kürzester Zeit gestemmt werden müssen, so könnten es die Euro-Krisenländer schwer haben. Die Rede ist von einem "Teufelskreis aus Konsolidierung, rückläufigen Steuereinnahmen und noch mehr fiskalischem Sparen".

Zudem würden Investoren dadurch abgeschreckt. Das IW sieht die Lösung hierfür in langfristigeren Sparplänen als es sie bisher gibt.

Wirtschaft schlechter als geplant

Die Begründung: Die Pläne seien geschmiedet worden, als es der Wirtschaft noch besser ging. "Es ist deshalb grundsätzlich angemessen, die weiteren Konsolidierungsziele zeitlich etwas zu strecken", so das IW. Genaue Vorgaben zu den Sparmaßnahmen seien aber erforderlich.

An Spanien, Griechenland und Italien macht das IW seine Anhaltspunkte deutlich: Spanien soll sein öffentliches Budgetdefizit bis 2013 unter drei Prozent bringen. So sieht es der Maastricht-Vertrag vor. Die Aussichten sind aber durchwachsen, denn die spanische Wirtschaftsleistung spielt nicht mit: Während die Spanier 2012 noch ein Wachstum von 1,5 Prozent aufbrachten, befürchtet Brüssel für das nächste Jahr einen Wachstumsrückgang von 1,8 Prozent.

Italien will bis 2013 den Staatshaushalt ausgeglichen haben. Die schwächelnde Konjunktur könnte den Italienern aber ebenso im Weg stehen, wie den Spaniern, denn auch hier zeigt Brüssels Prognose rote Zahlen.

Einen Gang runter schalten, aber nicht stoppen, schlussfolgert deshalb das IW. "Ohne zu sparen, geht es nicht, doch könnte das die Rezession weiter verschärfen und besagten Teufelskreis in Gang setzen", so die Warnung.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%