Bild: dpa"Es gibt keine Alternative zum Euro. Deutschland profitiert derart von der Währungsunion, dass wir alles tun müssen, die Gemeinschaftswährung stark und unangreifbar zu machen."
Audi-Vorstandschef Rupert Stadler
Bild: dpa"Der Euro muss nicht um jeden Preis gerettet werden. Wenn es nicht gelingt, die Krisenländer zu disziplinieren, muss Deutschland austreten."
Linde-Vorstandschef Wolfgang Reitzle
Bild: dapd"Die Wirtschaft braucht den Euro. Wenn wir in der Weltwirtschaft eine Geltung besitzen wollen, sind wir von einem starken Heimatmarkt abhängig. Dafür ist der Euro eine wichtige Basis."
Siemens-Vorstandschef Peter Löscher
Bild: Maria Schulz"Ein Ende mit Scheck ist besser als Schecks ohne Ende."
Verbandspräsident "Die Familienunternehmer" Lutz Goebel zu einem Austritt Griechenlands
Bild: Reuters"Alles, was rückwärts geht, jede Abwicklung Europas oder des Euro, wäre unkontrollierbar und historisch unverantwortlich."
BDI-Präsident Hans-Peter Keitel
Bild: dapd"Griechenland, dieser Staat mit Phantomrentnern und reichen Nichtsteuerzahlern, hat derzeit in der Währungsunion nichts zu suchen.«
Der Geschäftsführungs-Vorsitzende bei Bosch, Franz Fehrenbach
"Es gibt keine Alternative zum Euro. Deutschland profitiert derart von der Währungsunion, dass wir alles tun müssen, die Gemeinschaftswährung stark und unangreifbar zu machen."
Audi-Vorstandschef Rupert Stadler
Zypern trifft Vorbereitungen für einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Der zyprische Präsident Dimitris Christofias ordnete die Ausarbeitung von Plänen für derartige Szenarien an. In einem solchen Fall wären die Zustände „chaotisch“ und die Auswirkungen eines solchen Schrittes würden nicht nur in den Euro-Ländern sondern in ganz Europa zu spüren sein, sagte der Präsident auf einer Pressekonferenz. Ein Euro-Austritt Griechenlands träfe Zypern besonders hart, weil die Banken des Landes schätzungsweise griechische Verbindlichkeiten in Höhe von 144 Prozent des Bruttoinlandsprodukts Zyperns in den Büchern stehen haben. Christofias wollte deshalb auch nicht ausschließen, dass die Regierung EU-Hilfsgelder in Anspruch nehmen könnte, um Rekapitalisierung der besonders stark in Griechenland engagierten zweitgrößten Bank des Landes zu stemmen. Rund eine Milliarde Euro würde die Rettung der Laiki Bank kosten.
Zypern könnte aus dem Euro fliegen
Das Wallstreet Journal geht sogar noch weiter: Steigt Griechenland aus, könne Zypern das vierte Land in der Eurozone werden, das ein Rettungspaket braucht, heißt es. Der Hilferuf nach dem EFSF könne sogar noch in diesem Monat erfolgen. Gründe für diese Vermutung seien die Renditen auf zyprische Staatsanleihen: 14 Prozent gibt es derzeit auf zehnjährige Anleihen. Die Ratings der Papiere stehen auf Ramsch. Allerdings wäre die Verschuldung der kleinen Insel für den EFSF wahrscheinlich ein Klacks: Die Verschuldung beträgt rund 12,7 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 15.812 Euro je Einwohner. Um an Geld zu kommen, verhandelt die Regierung derzeit mit China um eine Finanzspritze, vergangenen Jahres erst borgte sich Zypern rund 2,5 Milliarden Euro aus Russland.
Auch für das Wirtschaftswachstum der Insel sieht es düster aus: Der Internationale Währungsfonds geht davon aus, dass die Wirtschaft im Jahr 2012 um 1,2 Prozent schrumpfen wird. Sparmaßnahmen der Regierung dürften diese Entwicklung weiter befeuern. Allerdings sagte Zyperns Finanzminister Vasos Shiarly erst kürzlich in einem Interview, dass es ein großes Ziel der Regierung sei, "den EFSF zu vermeiden". Sollte Zypern im Zuge eines Griechenlandaustritts allerdings in die Knie gehen und unter den Schirm kriechen, wäre das eine peinliche Schlappe für die Politiker der EU. Die Eindämmung der Ansteckungsgefahr durch Griechenland wäre damit gescheitert, ein Austritt Zyperns aus dem Euro nicht unwahrscheinlich.
Mit Material von dpa














