Nächste Sparprogramm unter Dach und Fach

Laut "Welt am Sonntag" wappnet sich die Eurozone aber für genau diesen Fall. Der dauerhafte Rettungsschirm ESM könnte demnach in einer Allianz mit der Europäischen Zentralbank (EZB) Staatsanleihen von Italien und Spanien kaufen und diese Länder so stützen. Bei Irland und Portugal werde geprüft, ob die laufenden Rettungsprogramme aufgestockt werden müssten, um die Staaten vor den Auswirkungen einer Griechenland-Pleite zu schützen. Bevor der ESM eingesetzt werden kann, muss jedoch das Urteil des Bundesverfassungsgericht am 12. September abgewartet werden.
Die Bundesregierung wollte zu dem Bericht keine Stellung beziehen und verwies auf die anstehenden Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Frankreichs Staatspräsident François Hollande am Donnerstag und dem griechischen Ministerpräsidenten Antonis Samaras einen Tag später.
Der griechische Außenminister reist an
Um dieses Treffen vorzubereiten, ist am Sonntag der griechische Außenminister Dimitris Avramopoulos nach Berlin gereist. Er wollte das in Athen als außerordentlich wichtig eingestufte Treffen von Regierungschef Antonis Samaras mit der Bundeskanzlerin August vorbereiten. Die Griechen schauen dem Treffen mit Bangen entegegen. In der griechischen Presse wurde betont, Samaras' Reise werde entscheidend für den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone sein. Die Athener Sonntagszeitung „To Vima“ schrieb von der „Agonie-Reise“ (Todeskampf-Reise) nach Berlin.
Finanzminister Ioannis Stournaras machte keinen Hehl daraus, was den Griechen bevorsteht: Weitere schmerzhafte Einsparungen. „Wir müssen unter dem (Euro)-Schirm bleiben“, zitierte die Zeitung den Finanzminister. „Nur das wird uns vor einer Armut bewahren, die wir noch nie erlebt haben“, sagte der Minister den Blatt weiter.
Wie die Nachrichtenagentur dpa am Sonntag aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, ist das neue, gut 11,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket fast unter Dach und Fach. Es soll Anfang der Woche von den Chefs der drei Koalitionsparteien gebilligt werden. Verspätungen bei der Umsetzung älterer Sparprogramme sollten durch schnelle Privatisierungen in den kommenden Monaten wettgemacht werden, berichtete die Athener Zeitung „Kathimerini“.
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Alle Kommentare lesen20.08.2012, 12:22 UhrAnonymer Benutzer:EuroWahnsinn
<Finanzminister Ioannis Stournaras :„Wir müssen unter dem (Euro)-Schirm bleiben“, zitierte die Zeitung den Finanzminister. „Nur das wird uns vor einer Armut bewahren, die wir noch nie erlebt haben“, sagte der Minister den Blatt weiter.
Joschka Fischer:"Wenn es zu einer Ansteckung Italiens und Spaniens käme, wäre das das Ende des Euro.>
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Griechenland muss/will unter dem Euro-Schirm bleiben, damit es vor einer noch nie erlebten Armut bewahrt bleibt. – Deutschland muss raus aus dem Euro aus demselben Grund. -
Bei Griechenland besteht sogar die Hoffnung, dass es dem Land nach dem Austritt und einer dann abgewerteten Drachme und natürlich großen eigenen Anstrengungen wieder besser geht. Deutschland muss viele Milliarden gewährter Hilfsleistungen abschreiben. Griechenland erhält weiterhin Unterstützung von der EU, und das Land wird sicherlich weiter unterstützt, z. B. im Aufbau einer funktionierenden Finanzverwaltung.
Was heißt hier Ansteckung von Italien und Spanien? Was hat die Immobilienblase in Spanien mit Griechenland zu tun? Die „Ansteckung“ war der Euro: Es gab im Gegensatz zur Vor-Euro-Zeit viel billiges Geld, und das wurde ausgegeben. Leider wurde zu wenig eingenommen. Jetzt ist das Geld zwar billiger als in der Vor-Euro-Zeit, aber teurer als während der letzten Jahre der Euro-Zeit. Das müssen die Bürger Spaniens und Italiens nun leider büßen: Zwangsanleihen, höhere Steuern, Sozialkürzungen, Strukturreformen.
Deutschland hatte zur Zeit der Agenda 2010, Sozialkürzungen, Erhöhung des Renteneintrittsalters usw. zu verkraften. Wir arbeiten z. B. bald bis 67, und zahlen seit ca. 20 Jahren eine Solidaritätssteuer.
Wenn gewünscht, helfen unsere Experten sicher beim Aufbau eines ähnlichen Systems.
20.08.2012, 08:21 UhrAnonymer Benutzer:Zirkus
Das ganze Schmierentheater läuft weiter wie bisher, vielleicht schmeissen sie zur Scheinwahrung Griechenland mit weiteren Milliardenhilfen aus dem Euro um dann offiziell via EZB und ESM Spanien, Italien und Frankreich das Geld reinzublasen!
20.08.2012, 08:15 UhrAnonymer Benutzer:berkmann
Nach allem, was wir bisher gesehen haben, machen die deutschen Euro-Retter jetzt eine Menge Wirbel, und zahlen am Ende doch wieder alles.
Weil erstens die heilige Euro-Schulden-Union nicht gefährdet werden darf und zweitens eh nur das Geld der Steuerzahler verschleudert wird.
Ich wünsche mir immer noch mündige Wähler, welche diese Typen dafür an der Wahlurne zum Teufel jagen.