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Schuldenkrise: Pause bei der Rettung Griechenlands

Die Troika setzt die Gespräche mit Athen für eine Woche aus. Die Chefs der Krisenländer fordern derweil den Erhalt der Eurozone.

Eine Studie zeigt jetzt aufs Neue, dass die Angelsachsen mit der „German Angst“ grundsätzlich nicht falsch liegen: Auch 2012 wird in der Bundesrepublik wie eh und je gefürchtet. Anders als die Definition der „German Angst“ jedoch impliziert, sind es dabei aber keineswegs diffuse Ängste, die die Deutschen umtreibt. In der am Donnerstag veröffentlichten R+V-Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“ erreichen in diesem Jahr ausschließlich wirtschaftlich-politische Sorgen Spitzenwerte.

Bild: AP

Griechenlands Rettung stockt: Die internationalen Schuldenkontrolleure haben die Gespräche über das neue Sparprogramm des Landes für eine Woche ausgesetzt. Zuvor hatte es in der Athener Regierung keine Einigung auf neue Maßnahmen gegeben. Die Troika-Experten von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank würden "eine kurze Pause" machen und voraussichtlich in einer Woche wieder nach Athen zurückkehren, teilten Kommissionsvertreter mit. Es gebe bislang "gute Fortschritte", hieß es weiter. Die technischen Gespräche würden fortgesetzt.

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Die Regierung in Athen hatte sich trotz Drucks der Troika nicht auf alle Einzelheiten des neuen Sparpaketes von 11,7 Milliarden Euro für die nächsten beiden Jahre einigen können. "Ich glaube, das wird noch ein paar Tage dauern", hatte Finanzminister Yannis Stournaras nach einem Treffen der Koalitionsspitzen am Donnerstag verkündet.

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Erhalt der Eurozone "unabdingbare Notwendigkeit"

Zeitgleich trafen sich in Rom die Staatschef der Euro-Krisenländer zu Vier-Augen-Gesprächen. Im Anschluss betonten der italienische Ministerpräsident Mario Monti und der griechische Regierungschef Antonis Samaras gemeinsam die "unabdingbare Notwendigkeit" zum Erhalt der Eurozone sowie zur Stabilisierung der Märkte. Beide bekräftigten nach einem Treffen in Montis Amtssitz am Freitagmorgen ihre Überzeugung, dass die Integrität der Eurozone auf jeden Fall gesichert werden müsse. Die Märkte müssten Stabilität erlangen und das europäische Zusammenwachsen weiter vorangetrieben werden.

Nach dem Gespräch stand ein Treffen Montis mit dem irischen Regierungschef Enda Kenny auf dem Programm. Danach wurde der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy zum Gespräch erwartet, der wie seine Amtskollegen wegen einer Konferenz in Rom weilt.

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.09.2012, 12:18 Uhrmathias

    @Wegweiser
    Soll ich Ihr Satz so lesen?
    "unterschiedlich entwickelte Länder in eine Währung......" ?

    DAnn haben Sie ein DENKFEHLER, denn das ist NICHT das HAUPTPROBLEM

    Im Gegenteil, Ihre Denkweise, was langsam in D geltendes Recht
    auf Basis Demokratie und Rechtsstaat zu Gunsten einer
    INTERESSENSGEMEINSCHAFT aufgegeben wird.Zweck heiligt die Mittel.

    Diese Währungsunion hat bestimmt nicht für alle die Zielvorgaben
    verfehlt.
    Was die INTERESSENSGEMEINSCHAFT bestätigt.

    Was EUROPA ausmacht, ist gerade die Völkervielfalt mit unterschiedl.
    Entwicklung und Zielsetzungen, das gerade ein paar IRREN vesuchen
    kaputtzumachen.

  • 23.09.2012, 11:07 UhrWegweiser

    Das eigentlich Grundproblem bei der Eurozone bestand von Anfang an darin, dass ökonomisch, politisch und auch technologisch entwickelte Länder in einer Währung zusammengefasst worden sind. Gerade, wenn man sich die Entwicklungen der nationalen Leistungsbilanzsalden näher anschaut, so kann man leicht die gefährlichen und erheblichen Fehlentwicklungen erkennen. Ein weiterer Parameter sind die gigantischen Target 2 Salden und auch die Nutzung des ELA-Mechanismus.

    Durch die Euroeinführung sind der deutschen Volkswirtschaft, insbesondere aber den Menschen, ein erheblicher materieller und gesellschaftspolitischer Schaden entstanden.

    Target 2 ohne Limit, ELA ohne Kontrolle, LTRO ohne ausreichende Besicherung, EFSF, ESM, die EZB-Politik können wir nicht mehr beeinflussen.

    Diese Währungsunion hat alle ihre Zielvorgaben, Erwarten und auch Zielsetzungen völlig verfehlt. Ein mehr als Divergenz, ein mehr an politischem Dissenz, die ökonomischen und auch politischen Gegensätze verstärken sich von Woche zu Woche.

    Verschuldungen, Kapitalflucht, Inflationierung und Kapitalverkehrskontrollen sind die möglichen Währungsszenarien.

  • 23.09.2012, 04:04 UhrEinBuerger

    Alles nur heiße Luft.

    Solange es keine vollautomatischen harten Konsequenzen für Fehlverhalten gibt wird es immer wieder Parasitentum zu Lasten anderer geben, aber genau dies werden die Betreffenden in der üblichen EU-Hinterzimmer-Kungelei immer verhindern.

    Ist übrigens genauso wie im Leben einzelner Bürger - hier weiß jeder dass an diesem Automatismus kein Weg vorbei führt, aber im Großen wirds geleugnet.

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