Schuldenkrise: Schäuble will von Griechenland-Haircut nichts wissen

Schuldenkrise: Schäuble will von Griechenland-Haircut nichts wissen

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Wolfgang Schäuble

Finanzminister Wolfgang Schäuble sieht die Euro-Zone auf einem guten Weg. Griechenland könne mit weiterer Hilfe rechnen – aber nicht mit einem Schuldenschnitt.

2014 könnte das Wendejahr in der Euro-Krise werden. Die Konjunktur-Indikatoren zeigen nach oben. Mit Spanien hat die größte Volkswirtschaft unter den Krisenländern die Rezession seit zwei Jahren erstmals wieder überwunden und wagt nun den Schritt aus dem Rettungsprogramm. Für Griechenland gilt das noch lange nicht. Immerhin: Das am schwersten von der Schuldenkrise betroffene Land kann sich zwar Hoffnungen auf ein kleines Comeback machen, denn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder wachsen – allerdings nur um 0,6 Prozent. Das reicht nicht annähernd aus, um den in diesem Jahr erwarteten Einbruch von 4,0 Prozent auszugleichen. Die Arbeitslosigkeit wird demnach auch weiterhin nirgendwo so hoch sein wie in Griechenland.

„Griechenland hatte größere Probleme als alle anderen Krisen-Länder. Deswegen braucht es dort auch länger, bis das Land wieder auf eigenen Füßen steht“, sagt Wolfgang Schäuble im Interview mit „Bild“. Die Krise-Strategie sei durchaus die richtige, das Schlimmste in der Euro-Krise sei überwunden. Und Griechenland könne weiter mit Hilfe rechnen. Er habe bereits vor der Wahl gesagt, „dass wir Mitte 2014 sehen werden, ob wir Griechenland nach dem Auslaufen des jetzigen Programms Ende 2014 noch einmal unter die Arme werden greifen müssen. Wenn es seine Hausaufgaben gemacht hat. Dabei würde es sich aber nur um einen sehr viel kleineren Betrag handeln, als das jetzt der Fall ist“, so der Finanzminister.

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Denkbar ist eine Reduzierung der Zinsen für die europäischen Kredite. Alternativ könnte die Regierung in Athen mehr Zeit bekommen, das geliehene Geld zurückzuzahlen. Um ein erneutes Aufflammen der Euro-Krise zu verhindern, fordert der CDU-Politiker die Krisenländer auf, weiter Reformen umzusetzen und die Unternehmen fit für den globalen Wettbewerb zu machen. „Nur ein wettbewerbsfähiges Europa ist stark und immun gegen Krisen“, so Schäuble, der auch in der Großen Koalition Finanzminister bleiben möchte.

„Ich mache diese Aufgabe gerne“, so der 71-Jährige. „Aber es ist vereinbart worden, dass die Personalentscheidungen ganz am Ende der Koalitionsverhandlungen, wenn man sich über alle Inhalte geeinigt hat, getroffen werden. Und ich bin ganz entspannt, was das Warten betrifft.“

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