Schuldenkrise: Systemkollaps ante Portas

KommentarSchuldenkrise: Systemkollaps ante Portas

von Frank Doll

Spanien gönnt sich das Rettungspaket light. Das hätten auch Griechenland, Irland und Portugal gerne.

Spaniens Regierung verkauft es als Erfolg, dass sie nur ein Rettungspaket „light“ in Anspruch nimmt. Die Iberer begeben sich nicht komplett unter den Rettungsschirm, sondern sie stellen nur ihre Banken darunter. Das ist seit der Änderung des EFSF-Vertrags im vergangenen Jahr möglich. Nur möchten einen solchen Erfolg gewiss jetzt auch die Regierungen in Griechenland, Irland und Portugal für sich verbuchen. Anders als die Regierung in Spanien befinden sie sich schließlich komplett unter den Rettungsschirm, entsprechend stärker angezogenen hat man bei ihnen Daumenschrauben. Es dürfte daher also nur eine Frage der Zeit sein, bis auch Athen, Dublin und Lissabon Rufe ähnliche Sonderkonditionen einfordern werden.
Am vergangenen Wochenende hat die politische Führung in Europa wieder einmal eindrucksvoll versagt. Erneut wurde eine Entscheidung getroffen, ohne sich zuvor über die politischen und finanzmarktrelevanten Konsequenzen auch nur ansatzweise im Klaren zu sein.

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Und so ist die vermeintlich positive Wirkung aus dem geschnürten 100-Milliarden-Euro-Paket für Spaniens Banken schon zum Wochenauftakt wieder verpufft. Italien, das ein Fünftel der Summe des europäischen Rettungsfonds garantiert, dürfte jetzt das nächste Opfer der Euro-Bürokraten werden. Die Märkte haben ihr Urteil bereits gesprochen. Bezeichnenderweise tauchte der italienische Börsenindex FTSE MIB am Montag nach einem anfänglichem Kursfeuerwerk bereits nach der Mittagspause wieder ab. Der Tag endete an der Börse Mailand letztlich mit einem dicken Minus von 2,8 Prozent.

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