Schweigeminute im EU-Parlament: "Keine Abstriche an unseren europäischen Werten"

Schweigeminute im EU-Parlament: "Keine Abstriche an unseren europäischen Werten"

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Schweigeminute im EU-Parlament in Gedenken an die Terroropfer in Frankreich.

Das EU-Parlament hat mit einer Schweigeminute der Terroropfer in Frankreich gedacht. Parlamentspräsident Martin Schulz wies auf die europäischen Werte Freiheit, Toleranz und Respekt hin.

Das EU-Parlament hat mit einer Schweigeminute am Montag der Terroropfer in Frankreich gedacht. „Wir sollten keine Abstriche an unseren europäischen Werten hinnehmen gegenüber der Gewalt von Kalaschnikows“, sagte Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) am Montag zur Eröffnung der Sitzung in Straßburg.

Einige Parlamentarier hatten die zum Symbol der Solidarität gewordenen „Ich bin Charlie“-Plakate vor ihren Sitzen aufgestellt. „Frankreich hält diese Werte wie Freiheit, Toleranz und Respekt für Andersdenkende hoch, und wir sollten diese Werte verteidigen wie die Franzosen“, sagte Schulz.

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Der frühere französische Europaminister Alain Lamassoure nannte im Namen der Christdemokraten die Massenkundgebung gegen Terror am Sonntag in Paris einen „Volkstsunami“. „Der 11. Januar bleibt uns in Erinnerung als die Geburtsstunde des Europas der Völker“.

Die Parteichefin des rechtsradikalen Front National, Marine Le Pen, warf die Frage auf, ob es mit der völligen Öffnung der nationalen Grenzen noch möglich sei, „Fundamentalisten zu kontrollieren, die diese Grenzen überschreiten. Hat unsere Sparpolitik nicht unsere Polizisten und unsere Streitkräfte entwaffnet? Nach meiner Überzeugung müssen die Nationen sich verteidigen können“.

Schulterschluss gegen Terror Hunderttausende beim Marsch in Paris

Frankreich und die Welt vereint gegen den Terrorismus: Der Pariser Solidaritätsmarsch für die Opfer von Anschlägen und Morden setzt ein beeindruckendes Zeichen. Spitzenpolitiker aus aller Welt laufen vorneweg.

Paris steht zusammen. Quelle: REUTERS

Seit den Terroranschlägen militanter Islamisten häufen sich derweil in Frankreich Vorfälle, die sich gegen Muslime richten. Darauf hat ein Observatorium der islamischen Dachorganisation in Frankreich (CFCM) am Montag unter Berufung auf Zahlen des Innenministeriums hingewiesen.

Demnach hat es seit dem vergangenen Mittwoch mehr als 20 antimuslimische Aktionen gegeben, darunter Schüsse oder Sprengsätze auf Moscheen. Zudem wurden mehr als 30 Drohungen gemeldet, die etwa in Briefen formuliert waren. Der Chef des Observatoriums gegen Islamphobie, Abdallah Zekri, nannte das eine noch nie dagewesene Zahl von Vorfällen in weniger als einer Woche.

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