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KommentarSchweizerische Nationalbank: Frankreich nagelt die Schweiz ans Marterhorn

von Frank Doll

Sein Land sei pleite, sagt der französische Arbeitsminister Michel Sapin. Eine unbequeme Wahrheit, auch für die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sie hat zur Stützung des Euro massiv in französische Staatsanleihen investiert.

Was die Deutschen mit den Franzosen verbinden

Am 22. Januar jährt sich der Elysee-Vertrag zum 50. Mal. Aus diesem Anlass hat die Deutsche Botschaft am Montag in Paris das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage vorgestellt. Die Frage lautete: Welches Bild haben die Franzosen von den Deutschen und umgekehrt? Ein kurzer Überblick, über die Begriffe, mit denen die Deutschen den französischen Nachbarn identifizieren.

Bild: dpa

Soviel Ehrlichkeit verblüfft. In einem Rundfunk-Interview teilte der französische Arbeitsminister Michel Sapin unlängst mit, dass er den französischen Staat für “total bankrott” hält. Reiche Franzosen haben das schon geahnt und schaffen ihr Vermögen ins Ausland, während die Hoffnungsindustrie der kleinen Leute Rekordumsätze vermeldet. So berichtet die staatliche Lotteriegesellschaft La Française des Jeux (FDJ) für 2012 über einen Anstieg der Spielumsätze um gut sechs Prozent auf 12,1 Milliarden Euro. Die FDJ ist die weltweit drittgrößte Lotterie.

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Frankreich Hollande schießt sein Land in eine Schuldenkrise

In Mali droht ein langer und teurer Krieg mit unsicherem Ausgang. Frankreich hat sich militärisch und finanziell übernommen. Nur Deutschland kann einen Flächenbrand in der Region noch verhindern.

Frankreich: Hollande schießt sein Land in eine Schuldenkrise

Wohin man auch blickt derzeit in Frankreich, überall kommen Probleme ans Licht, ob in der Rentenkasse, der Arbeitslosenversicherung oder und Militärhaushalt – Ansprüche und Leistungen sind zu hoch, die Beiträge aber zu gering und der Staat kaum mehr in der Lage, diese Löcher zu stopfen. Der fortschreitende Verfall der französischen Industrie verschlimmert die Situation zusätzlich. 1999 lag der Anteil Frankreichs am weltweiten Exportvolumen noch bei sieben Prozent, heute sind es gerade noch drei Prozent – Tendenz fallend.

Wenn es in den vergangenen Jahren Wachstum gab, waren dafür meist öffentliche Ausgaben verantwortlich. Aus der Privatwirtschaft kommen schon lange keine Wachstumsimpulse mehr. Weite Teile der französischen Industrie liegen brach und sind nicht wettbewerbsfähig. Den Unternehmen fehlen die Gewinne um Investitionen in neue Anlagen oder Technologien zu stemmen

7 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 31.01.2013, 21:06 UhrSilverager

    Tja, es brennt in der Euro-Zone an allen Ecken und Enden.
    Und uns wird vorgelogen, die "Märkte" hätten sich durch Herrn Draghis beherztes Eingreifen "beruhigt und die Krise sei wunderbarerweise so gut wie überwunden. Die Mehrheit der Deutschen glaubt das und sitzt zufrieden dösend vor der Glotze und amüsiert sich beim Dschungelcamp.
    Es wird ein böses Erwachen geben.

  • 31.01.2013, 18:50 UhrKarin

    Es ist widerlich zu lesen welche Gedanken hier einige Menschen unserer Gesellschaft an den Tag legen.
    Anspruchsdenken??? Ich werde mir niemals den Ars.. aufreissen damit ein anderer Ars.. nur noch mehr in den Ars.. geblasen bekommt!!!!! Die Franzosen sind mit die sympatischsten Europäer die ich kenne! Die denken nämlich zuerstmal daran was ein gutes Leben ist und nicht wie die Deutschen an diesen Schei..kapitalismus.
    Menschlichkeit steht in Frankreich vor Wirtschaftlichkeit und genau deswegen ist z.B. die Geburtenrate spitze! Aber die Deutschen sind schon Deppen die nur das machen was die Obrigkeit ihnen sagt. Mich wundert das man Goldketchengerd noch nicht abgeschossen hat. Diese Menschenverächter!!!

  • 31.01.2013, 17:12 UhrH27

    Meine Stimme erhält keine der sogenannten Volksparteien. Diese Reaktion reicht aber leider nicht aus!

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